Archiv der Kategorie 'Video'

EU-Arbeitszeit-Richtlinie: Versuchte Erhöhung der Maximal-Arbeitszeit auf 65 Std/Woche

Trotz Niederstimmug im EU-Parlament im Dezember 2008 hat der EU-Rat neuerlich versucht, die bestehende 48-Std.-Höchstarbeitsgrenze/Woche auf 65 Stunden hinaufzuschrauben. Im EU-Vermittlungsausschuss vom 7. 4. 09 ist der Versuch wieder gescheitert. Zum Wohl der ArbeitnehmerInnen.
Siehe auch den Bericht in den ÄK-News für angestellte ÄrztInnen.

Ein zweiter und letzter EU-Vermittlungsausschuss muss noch Ende April 2009 mit den Anträgen (s.u.) befasst werden, bevor sie endgültig abgelehnt werden können — mit dzt. guter Aussicht auf Erhaltung der günstigeren 48 Stunden-Regelung und der „inaktiven Bereitschaftszeiten“ als vollgeltende Arbeitszeit.

You-Tube: Zeit Im Bild Video (Dauer: 1 Min. 51 Sek.) vom 16. 12. 2008 über die ÖGB- und ÄrztInnen-Demo-Teilnahme in Strasbourg zur EU-Parlaments-Abstimmung, nach wie vor aktuell! mit Kommentar und Stellungnahmen des MUW-Betriebsratsvorsitzenden und des GPA-Vorsitzenden (Gewerkschaft der Privatangestellten) zur Arbeitszeitregelung und zu Bereitschaftszeiten.

Die EU-Rat-Anträge:
1. Erhöhung der maximalen Wochenarbeitszeit von 48 auf 65 Stunden
2. „Inaktive Bereitschaftszeiten“ sollen nicht als Arbeitszeit gelten

Alle Artikel zum Thema: „Arbeitszeiten“

EU-Arbeitszeitrichtlinie 65-Stunden-Woche niedergestimmt

Der vorausgehende Bericht der Zeit im Bild vom 16.12.2008 (Vortag der Abstimmung) mit Ausschnitten der Stellungnahme des MUW-Betriebsratsvorsitzenden, Th. Szekeres, ist wieder abrufbar! Link: You-Tube.
Siehe dazu auch den Bericht der Ärztekammer f.Wien über die Abstimmung am 17.12.2008.

Und der ORF-Bericht  nach der Abstimmung am 17.12.2008.

  1. Bereitschaft soll als volle Arbeitszeit gelten
  2. Die 65-Stunden-Woche erleidet EU-Abstimmungsniederlage

[Herrn Bartensteins Wunschtraum vom Juni2008 ging zu unserem Vorteil nicht in Erfüllung. Laut eigener Aussage müsste er, wäre er noch Minister, wieder schlechter schlafen. AdR]

Abfuhr für EU-Regierungen
Bereitschaft soll als volle Arbeitszeit gelten. Das Europaparlament hat den Plan der EU-Regierungen zurückgewiesen, unter bestimmten Voraussetzungen die Wochenarbeitszeit auf bis zu 65 Stunden auszuweiten. Die Abgeordneten in Straßburg votierten am Mittwoch mit breiter Mehrheit dafür, die Höchstarbeitszeit in der EU bei 48 Stunden zu belassen. Ausnahmen von der Regel sollen nach dem Willen des EU-Parlaments nach drei Jahren auslaufen.

weiterlesen ‘EU-Arbeitszeitrichtlinie 65-Stunden-Woche niedergestimmt’

Kommunikationsdefizit in der Gesundheitspolitik

Im Juli 2008 sind 1311 Menschen in Österreich zur  Gesundheitsversorgung befragt worden. 89,2 % der Befragten glauben, dass es die Zweiklassenmedizin in Österreich bereits gibt.

Offenbar ist der Film Sicco“ von Michael Moore hierzulande zu wenig bekannt.
Offenbar ist nicht klar, dass auch Arbeitslose in Österreich die beste medizinische Versorgung bekommen.
Offenbar ist hierzulande nicht klar, dass Zweiklassen Medizin heißt, dass  nach  notwendigen Operationen eines einzelnen Familienmitglieds  eine gesamte Familie in den USA finanziell ruiniert sein kann (Haus verkauft, Erspartes weg, von anderen Verwandten untergebracht und erhalten).
Offenbar ist nicht klar, dass die Lebenserwartung der Österreicher länger ist als die der privat versicherten US-Amerikaner mit ihrer tatsächlichen Zweiklassen Medizin.
Offenbar ist nicht klar, dass das Abgehen von der Solidaritätsbasis und die neue Gesundheitspolitik, wie sie die Wirtschaftskammer und Freunde in der Regierung und anderswo verlangten, zum Verlust des leistbaren Einsatzes der  besten  medizinischen Behandlungsmethoden (für alle Behandlungsbedürftigen) führen würde. (KH)

Die folgende Grafik zeigt unter anderem die Inkompetenz in der Kommunikation der Gesundheitspolitik.  (Zum Vergrößern der Grafik im eigenen Fenster hier klicken)

Ende der Solidarität im Gesundheitssystem

Video, hier anklicken: Talk of Town

Wenn die gegenwärtig geplante „Gesundheits“-Reform realisiert wird, zahlt nicht mehr die Krankenkasse für die beste medizinische Therapie, sondern der Patient – vorausgesetzt, er kann sie sich leisten.

Das ist das Ende des solidarischen Prinzips des Gesundheitssystems.

Werden Sie sich Ihre Gesundheit dann noch leisten können?

Warum unsere Politiker aus den gravierenden Fehlern des US-amerikanischen Gesundheitssystems nicht lernen, ist nicht nachvollziehbar.

BILDER UND TRANSPARENTE VON DER ÄRZTEDEMO am 3.6.2008:

Weitere Bilder …

146.310 Unterschriften gegen Kürzungen im Gesundheitssystem

Ergebnis des PatientInnenbegehrens in Wien:
146.310 Unterschriften gegen Kürzungen im Gesundheitssystem
„Wir betrachten es als unsere Verpflichtung gegenüber den Wienerinnen und Wienern, ihrem Vertrauensbeweis gerecht zu werden und sämtliche in Frage kommenden Mittel zu nutzen, um die Forderungen des ‘PatientInnenbegehrens’ durchzusetzen“, betont der Vizepräsident der Ärztekammer Wien.
Insbesondere die Verhinderung der Zwei-Klassen-Medizin habe allerhöchste Priorität.
Die Unterschriftenlisten lagen von 8. Februar bis 30. April 2008 in den WGKK-Ordinationen auf.
Ärzte gegen Sozialpartner-Motto „speed kills“.

Begrüßt werden vom Vizepräsidenten „die klaren Worte“ des ÖAAB-Bundesobmanns Fritz Neugebauer, der gestern, Dienstag (06.05.2008, Anm.), davor gewarnt hat, die finanziellen Probleme der Krankenkassen mit der Gesamtreform im Gesundheitsbereich zu verquicken, und dafür plädierte, „nicht überhastet und vor allem nicht gegen die Ärzte“ vorzugehen. (OTS, ÄK)

Wohin es führt, wenn sich die Wirtschaft sowohl an den Krankenversicherungen als auch an der Leistungserbringung (Ambulatorien) beteiligt – so der Wunsch der Wirtschaftskammer – zeigt ganz unheimlich Michael Moores Film „Sicko“ u.a. in einem Beitrag über die Selbstanzeige der bei einer U.S.-amerikan. Krankenversicherung beschäftigten Ärztin Linda PEENO ( 1. Video: hier klicken) bzw. über die Zwei-Klassen-Medizin ( 2. Video: hier klicken) in den USA.

Die Gewerkschaft darf sich nicht an der Abschaffung des Solidaritätsprinzips der Pflichtkrankenversicherung durch privatwirtschaftliche Interessen beteiligen!

 
Linda PEENO, MD,  eleven years after her first confession. 3.Video, im Bild anklicken.
Alle Artikel zu: „Umfragen“

MEDIENSTIMMEN zur KA-AZG-Novelle

Printmedien, Ö1 und Puls4 bringen Meinungen und Stellungnahmen:

– ZUM ANSEHEN UND HÖREN, VIDEO, TALK OF TOWN (leider nur mehr Ö1 zum Lesen verfügbar – s.u.):

 

 Patientenbetreuung, Forschung und Lehre in 72 und mehr Stunden pro Woche

 

 

– Ö1 ZUM LESEN anklicken: 

Betriebsrat (MUW) und Gewerkschaft (GÖD) im Ö1-Radio-Interview

Spitalsärzte sollen bald weniger arbeiten
Wien, 04. April 2008
Die horrenden Dienstzeiten von Krankenhausärzten sollen verringert werden – die Vorbereitung des Gesetzes schreitet voran.

… schreibt etwa die Tageszeitung Österreich
Und weiter:

weiterlesen ‘MEDIENSTIMMEN zur KA-AZG-Novelle’


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wird als Info-Blog vom Betriebsrat der Medizinischen Universität Wien für alle MitarbeiterInnen des wissenschaftlichen Personals betrieben.

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