Archiv der Kategorie 'MIT-BESTIMMUNG'

FLASHMOB vor dem Rektorat der MUW

flashmob MUW-rektorat a

   Am 5.11.09 um 9 Uhr fand vor dem MUW-Rektorat ein Flashmob statt. Es wurden  medizinrelevante studentische Forderungen durch den Vorsitzenden der ÖH Medizin Wien, Stefan Konrad, an das Rektorat und das Wissenschaftsministerium überreicht:

-    Ausfinanzierung der Universitäten und Erhöhung des ärztlichen und wissenschaftlichen Personals an der MUW
 An der MUW fehlen derzeit 150 Ärzte, was aufgrund der hohen klinischen Belastung zu gravierenden Einschränkungen in Forschung und Lehre führt. Dieser Zustand muss beendet werden!

-    Demokratisierung der Universitätslandschaft
Die Mitbestimmung der Universitätsangehörigen und vor allem der Studierenden muss wieder gestärkt werden! Wir fordern die Wiedereinführung der drittelparitätischen Mitbestimmung in allen universitären Gremien.

-    Verhinderung der Einführung von alternativen Arbeitszeitmodellen für Universitätsangehörige
Die Einführung eines Schichtbetriebs im ärztlichen Bereich an der MUW würde die Lehre in einem nicht tolerierbaren Ausmaß einschränken und wird von der ÖH Medizin deshalb abgelehnt.

 LINK: Bitte weiterlesen in der OTS-Presseaussendung

Bericht über die Betriebsversammlungen zur Arbeitszeitvereinbarung

MUW-Betriebsversammlung 4.11.09

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

   Am 3.11. hat eine Teilbetriebsversammlung der Klinik für Anästhesie mit 150 Anwesenden und am 4.11. eine Betriebsversammlung mit ca. 300 TeilnehmerInnen aus sämtlichen Bereichen am AKH stattgefunden. Hauptthema war die anstehende Verlängerung der Betriebsvereinbarung, die verlängerte Dienste (Journaldienste) ermöglicht. Wie berichtet, benötigen wir so eine Betriebsvereinbarung um auch im Jahr 2010 Journaldienste, wie gewohnt, leisten zu dürfen.

   Ohne Betriebsvereinbarung beträgt die maximal erlaubte Arbeitszeit pro Tag 13 Stunden, was ein Funktionieren des AKH im Jahr 2010 unmöglich machen würde.

   Das Rektorat beabsichtigt diese Vereinbarung nur zu unterzeichnen, wenn alternativen Dienstzeitmodellen mit Einkommensverlusten und verschobenen Diensten an den Kliniken für Anästhesie, Chirurgie und Notfallmedizin zugestimmt wird.

   Die Klinik für Anästhesie hat in der Teilbetriebsversammlung geschlossen eine isolierte Arbeitszeitvereinbarung nur für ihre Klinik abgelehnt (147 von 150 Stimmen dagegen). Bei der Betriebsversammlung sämtlicher Kliniken wurde den genannten 3 Kliniken die Solidarität ausgesprochen und mehrheitlich bei fehlender Betriebsvereinbarung der Dienst nach Gesetz (Dienst nach Vorschrift) beschlossen. Somit wird die vom Rektorat vorgeschlagene Lösung von einem großen Teil der wissenschaftlichen Belegschaft der MUW abgelehnt. Auch innerhalb des Betriebsrates besteht selbstverständlich keine Bereitschaft der Entsolidarisierung und der Zustimmung zu Einzellösungen an ausgewählten Kliniken.

   Unsere Forderung bleibt daher aufrecht: Abschluss einer gemeinsamen Betriebsvereinbarung und Aufstockung des ärztlichen Personals bis zur Gewährleistung der Rechtskonformität unter Berücksichtigung der Lehre und Forschung zumindest im Sinne des § 29(5) Universitätsgesetz 2002 (*). Gleichzeitig müssen die Abgeltung von Überstunden aus der ärztlichen Tätigkeit, die Eintragbarkeit der echten geleisteten Arbeitszeit im EDM und die Schaffung von adäquaten Kinderbetreuungseinrichtungen gewährleistet sein.

   Die nächste Verhandlungsrunde mit dem Rektorat zu diesem Thema findet am 9.11. statt. Wir werden weiter berichten und sobald als möglich informieren, wie im Falle einer fehlenden Betriebsvereinbarung 2010 vorgegangen werden soll.

   Für den Betriebsrat

Thomas Szekeres, Ingwald Strasser, Wolfgang Baumgartner, Anita Holzinger

___________________________

(*)  LINK zum Beitrag:  §29 Abs.5 des UG 2002

cc: In den Kopien dieses Briefes an den Uni-Ratsvorsitzenden Dr. E. Busek, AKH-Direktor Prof. R. Krepler, das Büro der Stadträtin für Gesundheit und das Büro des Wissenschaftsministers wurde auch auf die ohne Personalaufstockung drohende Funktionsunfähigkeit des AKH hingewiesen


Betriebsrätekonferenz der Universitäten protestiert gegen Universitätsrechts-Änderungsgesetz 2009

An
den Bundesminister für Wissenschaft und Forschung
den Präsidenten des ÖGB
den Vorsitzenden der GÖD
die Klubobleute der parlamentarischen Parteien
die WissenschaftssprecherInnen
die Mitglieder des Wissenschaftsausschusses

 Sehr geehrte Damen und Herren!             Wien, 23. Juni 2009

Die Betriebsrätekonferenz protestiert aufs Schärfste gegen die Regierungsvorlage des Universitätsrechts Änderungsgesetzes 2009 und zwar insbesondere gegen jene Bestimmungen, die den vor wenigen Wochen abgeschlossenen Kollektivvertrag konterkarieren ehe dieser in Kraft getreten ist.
Wir fordern Sie auf, die Regierungsvorlage entsprechend abzuändern.

1) Die Neufassung des § 109 (2) ist abzulehnen. Die Kettenvertragsregelung ermöglicht es den Universitäten schon jetzt, großzügige Aneinanderreihungen von befristeten Arbeitsverträgen zu Lasten einer vernünftigen Lebensplanung der betroffenen ArbeitnehmerInnen durchzuführen. Die intendierte Möglichkeit, diese Befristungen bis zu zwölf Jahre lang zu erlauben, verkehrt das Kettenvertragsverbot in sein Gegenteil und behindert die Karriereplanung der Betroffenen bzw. unterläuft die vereinbarten Beschäftigungsmodelle des Kollektivvertrags auf das Gröbste.

2) Die wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen in Ausbildung zum Facharzt/Fachärztin unterrichten im klinischen Bereich vieler Medizinuniversitäten 50% der Praktika des Studiums der Humanmedizin. Auf Grund einer formalen Fehlzuordnung werden diese vom Wahlrecht zur korrekten Vertretungsgruppe im Senat ausgeschlossen. Dieses redaktionelle Versehen muss korrigiert werden.

Die weiteren Punkte bitte hier weiterlesen

UG-Novelle: Brief der Gewerkschaft an die Abgeordneten des Nationalrats

Sehr geehrter Herr Nationalratsabgeordneter,   Sehr geehrte Frau Nationalratsabgeordnete, sehr geehrtes Gewerkschaftsmitglied!

Die vorliegende Novelle zum UG 2002 berücksichtigt nicht nur keinerlei die jahrelang erhobenen gewerkschaftlichen Forderungen (einstimmige Beschlüsse des Gewerkschaftstages der GÖD und des Bundeskongresses des ÖGB), sondern verschlechtert in vielen Punkten die Situation an Österreichs Universitäten:

• Einzementieren der fehlenden Mitsprachemöglichkeit der betrieblichen Interessensvertretung im Vergleich zu Industriebetrieben (BR-Vors. ohne Stimmrecht im Universitätsrat).
• Aufheben der vor zwei Monaten erzielten kollektivvertraglichen Einigung gerade für Nachwuchswissenschafter durch:

o per Novelle Verlängerung der Kettenvertragsregelung über das Arbeitsverfassungsgesetz hinaus und
o per Novelle Ausschluss der Lektorinnen und Lektoren aus dem Kollektivvertrag.

Die Aufhebung eines Kollektivvertrages und der Arbeitsverfassung durch Novellierung des Universitätsgesetzes ist nicht akzeptabel! 
Diese Novelle benachteiligt vor allem junge Wissenschafterinnen und Wissenschafter und dabei wiederum junge Frauen bzw. Mütter.

Daneben finden sich noch viele Fehler und offensichtliche redaktionelle Versehen wie z. B. die Zuordnung der JungwissenschafterInnen in der Humanmedizin zum Allgemeinen Universitätspersonal.

Brief an die Nationalratsabgeordneten hier weiterlesen

MIT-BESTIMMUNG. Betriebsratszeitung Ausgabe 1/2009, Februar

mitbestimmung-2009-1_21-01-09-klein-s-11Die neueste Ausgabe der Betriebsratszeitung “MIT-BESTIMMUNG” ist im  Netz verfügbar. Die Printausgabe finden Sie ab nächster Woche in Ihrem Klinikbriefkasten.
Themen, u.a.:
Forschungsleistungs-Prämien,
Routinebelastung der MUW-ÄrztInnen,
Soziale Verantwortung des Betriebs,
Offener Brief an den Uni-Rat,…

Ergebnis der MUW-Betriebsratswahlen – Wissenschaftliches Personal

Das offizielle Ergebnis der am 26. und 27. November 2008 durchgeführten Wahl.

Insgesamt waren 3448 Kolleginnen und Kollegen wahlberechtigt. Davon haben 854 ihre Stimme abgegeben. Abzüglich 8 ungültiger Stimmen verbleiben 846 gültige Stimmen, die sich wie folgt auf die vier wahlwerbenden Gruppen und die diesmal insgesamt 20 zu vergebenden Mandate aufteilen:

1. GAKU – Liste Szekeres:  40,9 % der Stimmen = 8 Mandate (+2)

2. AMM – Liste Strasser:     29,8%  der Stimmen = 6 Mandate (-1)

3. Vereinigung-Liste Baumgartner: 27,5%  Stimmen=6 Mand (+2)

4. Alpha – Liste Egkher:       1,8%  der Stimmen  = 0 Mandate  (-2)

Wahlbeteiligung: 24,8 Prozent.
Folgende Mandatare gelten daher als gewählt:

1.GAKU – Liste Szekeres  
   1) Thomas SZEKERES 
   2) Anita HOLZINGER       
   3) Karl HEIMBERGER          
   4) Henriette WALTER               
   5) Rudolf ÖHLER     
   6) Robert ULLRICH                
   7) Marcus KÖLLER
   8. Agnes JÄGER-LANSKY

2.AMM - Liste Strasser 
   1) Ingwald STRASSER
   2) Christine MAROSI
   3) Harald GABRIEL
   4) Anna KNAUS
   5) Michael PRETTERKLIEBER
   6) Christian DADAK

3.Vereinigung - Liste Baumgartner
   1) Wolf-Dieter BAUMGARTNER
   2) Ursula UNTERBERGER
   3) Martin ANDREAS
   4) Florian FITZAL
   5) Kurt RÜTZLER
   6) Harald Kurt WIDHALM

SPÖ/ÖVP-Regierungsprogramm über Uni-Kollektivvertrag und Uni-Gesetzesnovelle

Über den Uni-Kollektivvertrag heißt es im Regierungsprogramm, ohne Nennung eines Datums:

  • wird für eine ausreichende Dotation gesorgt“

(Als weiland Ministerin Gehrer noch „künftig“ sagte, meinte sie de facto „in frühestens sechs Jahren“ Anm.d.Red.)

Auf den Seiten 205 und 206 des Regierungsprogramms werden einige Punkte der intendierten UG-Novelle schlagwortartig aufgelistet:

  • Faculty statt Kurie
  • verbesserte Mitwirkung des Betriebsrats statt Mitbestimmung
  • Stärkung der Leitungsstrukturen

Bitte lesen Sie weiter im UG2002-Novelle-Blog

Betriebsratswahlen 26. und 27. November

Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege,

gemäß Arbeitsverfassungsgesetz und Betriebsratswahlordnung sind die Wahlberechtigten zur Wahl des Betriebsrates für das Wissenschaftliche und Künstlerische Universitätspersonal zur Wahl aufgerufen.

WAHLKUNDMACHUNG betreffend die Betriebsratswahl an der Medizinischen Universität Wien am 26. und 27. November 2008.

In den Betriebsrat des wissenschaftlichen MUW-Personals sind 20 MITGLIEDER zu wählen.

Die Liste der Wahlberechtigten liegt nebst der Betriebsratswahlordnung in der derzeit gültigen Fassung, in der Zeit von 3. – 10. November 2008 im Sekretariat des Betriebsrats, 1090 Spitalgasse 23, BT88 Ebene 2 Gang 500 Zimmer 510 in der Zeit von 08:30-12:30, für alle der MUW angehörenden
wahlberechtigten Bediensteten, zur Einsicht auf.
Einwendungen gegen die Wahlberechtigtenliste können von jeder/jedem der Dienststelle angehörenden wahlberechtigten Bediensteten während der Frist, in der die Wahlberechtigtenliste zur Einsicht aufliegt, beim Vorsitzenden der Betriebsratswahlkommission eingebracht werden. Verspätet eingebrachte Einwendungen bleiben unberücksichtigt.

Die zugelassenen Wahlvorschläge werden spätestens ab dem 5. Tag vor dem (ersten) Wahltag an dem oben genannten Ort für die Wahlberechtigten zur Einsicht aufliegen  und darüber hinaus im Anschluss an diese Kundmachung angeschlagen werden.

ZEIT und ORT der STIMMABGABE

26. und 27. November 2008 jeweils von 7.00 Uhr – 18.00 Uhr
im Sitzungssaal des Rektorats
Spitalgasse 23, 1090 Wien, BT88, Ebene 1, Gang 500 Zimmer 514.1.

 Stimmen können gültig nur mit einem amtlichen Stimmzettel und persönlich abgegeben werden.

Wahlberechtigte, die an den Wahltagen nicht an dem Ort, an dem sie ihr Stimmrecht auszuüben hätten, anwesend sein können, sind berechtigt, die Zulassung zur

Briefwahl
zu beantragen.
Der Antrag kann bis spätestens 18. November 2008

schriftlich:
im Büro des Betriebsrates d. MUW, Spitalgasse 23, 1090 Wien

oder  per E-Mail:  
daniela.wasylewski@meduniwien.ac.at  (bitte mit Betreff: „Wahlkarte“)

oder  per FAX:  40160 – 924810

oder  persönlich:  
Büro des Betriebsrates d. MUW, Spitalgasse 23, 1090 Wien,
BT88, Ebene 2, Gang 500, Zimmer 510 (08:30-12:30 Uhr)

 gestellt werden. Der Antrag muss die Wohnadresse enthalten, da die
ausgestellten Wahlkarten eingeschrieben verschickt werden. 

Die Sekretariate werden ersucht, diese Mitteilung an jene Bediensteten
weiterzuleiten, die über keinen eigenen Computerzugang verfügen.

Mit freundlichen Grüßen
Der Vorsitzende der Betriebsratswahlkommission der MUW
Ass. Prof. Dr. Michael Pretterklieber
michael.pretterklieber@meduniwien.ac.at

Diese Information wurde per e-mail an alle Angehörigen des wissenschaftlichen MUW-Personals versandt. Siehe auch weitere Info mit Lageplan des Wahllokals unter „Betriebsratswahl“ auf der Homepage:
http://www.meduniwien.ac.at/br-wp/news.htm

Weitere Infos, z.B. Wahlberechtigte, in der Betriebsratszeitung:
Ausgabe 3/2008, Seite 5; hier als PDF herunterladbar
und unter:
Wahlberechtigte – Zusatzinformationen/

Wahlberechtigte, Betriebsratswahlen am 26. und 27.11.08, Zusatzinformationen

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Seit 3. November 2008 liegt das Wählerverzeichnis im Büro des Betriebsrates auf. Damit wurde offiziell die Wahl zum Betriebsrat für das wissenschaftliche und künstlerische Personal an der Medizinischen Universität Wien kundgemacht. Sie sind als Wahlberechtigte(r) aufgerufen, noch bis kommenden Montag, den 10. November 2008 in das Wählerverzeichnis Einblick zu nehmen und allfällige Reklamationen bis zu diesem Datum  im Büro des Betriebsrates bekannt zu geben.

Aktiv und passiv wahlberechtigt für den Betriebsrat des wissenschaftlichen Personals sind folgende MitarbeiterInnen:
- alle UniversitätsprofessorInnen
- alle wissenschaftlichen und künstlerischen MitarbeiterInnen gem. § 100 UG 2002, d.h. alle UniversitätsdozentInnen, PrivatdozentInnen, AssistenzärztInnen und ÄrztInnen, als auch ÄrztInnen in Ausbildung, über Drittmittel (Fonds) angestellte wissenschaftliche MitarbeiterInnen an Forschungsprojekten, externe Lehrbeauftragte, StudienassistentInnen, DemonstratorInnen und TurtorInnen.

Nützen Sie bitte ihr demokratisches Grundrecht und entscheiden Sie mit, wer Ihre Interessen in der nächsten Funktionsperiode des Betriebsrates vertreten soll.

Mit besten kollegialen Grüßen

Michael Pretterklieber
Vorsitzender des Wahlvorstandes

Betriebsratszeitung MIT-BESTIMMUNG Ausgabe Oktober/08

Die Ausgabe 3/2008 der Betriebsratszeitung „MIT-BESTIMMUNG“ ist im Netz verfügbar. Die Printausgabe finden Sie ab nächster Woche in Ihrem Klinikbriefkasten.

Themen:
-Editorial mit Leistungsbericht und Agenda
-MUW-Drittmitelbeschäftigte
-MUW/AKH, Partnerschaft?
-Neue Uni-Rätin Frau Doktorin Elisabeth Hagen im Gespräch
-Info zu Betriebsratswahlen
-Programm der Tagung: „Burnout und Prävention“ 18. Okt. 08

….diese Ausgabe 3/2008 hier als PDF herunterladbar (1,2MB)


….alle inkl. 2009 erschienenen Ausgaben mit Themenexcerpt hier im Überblick

MUW-Arbeitsprobleme im Pressespiegel

„Die Presse“ schreibt  dem Universitätsratsvorsitzenden der MUW und früheren Wissenschaftsminister (1989-94), Erhard Busek, das Zitat von den „Unseligen Partnern“ zu, wobei hier MUW und AKH, bzw Gemeinde Wien gemeint sind.

Rektor Wolfgang Schütz hatte in der „Presse“ vom 18.8. erklärt,

die Politiker würden nur auf die unterrichtende und nicht auf die forschende Universität Wert legen.

Uni-Rat Erhard Busek antwortete am 19.8.:

Schütz mache es sich zu einfach, das Problem liege bei der Verknüpfung der Uni mit dem AKH:
„Wien überhäuft die Medizin-Uni mit Versorgungsaufgaben. Das ist eine unselige Partnerschaft.“
Die Folge: Für die Forschung bleibt keine Zeit. Der Ex-Minister wirft Schütz vor, sich den Wiener Wünschen zu beugen. Außerdem seien die Uni-Ärzte miserabel bezahlt, sodass sie in gut dotierte Nebenjobs flüchten.

„Die Presse“, Print-Ausgabe, 20.08.2008

Zum Verhältnis MUW/AKH aus der Sicht des Uni-Rat-Vorsitzenden siehe auch  das Interview Buseks in der Betriebsratszeitung „MIT-BESTIMMUNG“ Ausgabe 2/2008, Seite 6, und aus der Sicht des Karikaturisten siehe die MUWiener-CARTOON-COLLECTION mit der 60-Stunden Arbeitswoche und  AKH im Lichterglanz.

Kritik aus den Universitäten an der ministerialen Uni-Gesetznovelle

Bis zur Deadline am 14. August 2008  langten bei Minister Hahn u.a. diese uns bekannt gewordenen Stellungnahmen zu seinem Entwurf der  UG-Novelle ein (zum Lesen der Stellungnahmen klicken Sie bitte auf die Namen der AutorInnen):

  1. Zentralausschus für die UniversitätslehrerInnen (A. Legat)
  2. ULV, UniversitätslehrerInnenverband des wissenschaftlichen und künstlerischen Personals (Ch. Cenker)
  3. Betriebsrat, Universität für angewandte Kunst (S. Mann)
  4. Betriebsrat, wissenschaftliches Personal; Dienststellenausschuss UniversitätslehrerInnen Uni Innsbruck (R. Kaufmann)
  5. Betriebsrat, wissenschaftliches Personal, Universität für Bodenkultur Wien (P. Cepuder, P. Seibert)
  6. Betriebsrat, wissenschaftliches Personal, Karl-Franzens-Universität, Graz (I. H. Kropac)
  7. Universitäts-Gewerkschaft wissenschaftliches und künstlerisches Personal, Landessektion 13, Tirol (M. Tiefenthaler)
  8. Gewerkschaft Öffentlicher Dienst, Zentralsekretariat (F. Neugebauer)
  9. S. Galler, Zellbiologie, Univ. Salzburg
  10. T. Reuther, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt
  11. Senat der Med Uni Graz (R. O. Bratschko)
  12. Betriebsrätekonferenz aller Österr. Universitäten
  13. Betriebsrat, wissenschaftliches Personal, Johannes Kepler Universität, Linz (A. Birklbauer)

                                        ——

Begründung einer Alternativ-Novelle vom scheidenden Wissenschaftssprecher der SPÖ, J. Broukal.
Die Alternativ-Novelle im Wortlaut finden Sie hier.

Betriebsrätekonferenz zum Ministerentwurf (Uni-Gesetz-Novelle)

Die Betriebsrätekonferenz aller Österreichischen Universitäten hat am 30. Juni 2008 in den folgenden Bereichen umfassende Forderungen an die aktuelle und künftige Regierungsarbeit gestellt:

1. Kollektivvertrag für Universitätsbedienstete
2. Ministeriale Universitätsgesetznovelle

Hier lesen Sie den Originalbrief an den Bundeskanzler vom 14. Juli 2008:
(Sehr-geehrter-Herr-Bundeskanzler)

Bei Nichterfüllung wichtiger Forderungen wird über die Notwendigkeit gewerkschaftlicher Maßnahmen beraten.

Arbeitsbedingungen an MUW-AKH für ÄrztInnen

Pressekonferenz
Der Betriebsrat für das wissenschaftliche Personal an der MUW bereitet eine Pressekonferenz über schwierige Arbeitsbedingungen für die im AKH tätigen ÄrztInnen vor.

Umfrage per e-mail
Dazu gibt es eine Umfrage mit 4 Fragen, die Ihnen per e-mail in den nächsten Tagen zugesandt wird. Wir bitten um ehestmögliche Antwortmail.

Ziele
Ziel unserer Pressekonferenz ist, darzustellen, dass Forschung und Lehre leiden zu Gunsten von akuten medizinischen Leistungen. Diese gehen über den Leistungsvertrag den man mit der Stadt Wien abgeschlossen hat hinaus.
Weiteres Ziel ist es, da Klagen gegen das Rektorat der Medizinischen Universität wegen der Überschreitung des Arbeitszeitgesetzes existieren, aufzuzeigen, dass wir etwa 150 bis 200 zusätzliche Planposten benötigen. Diese müssen, von wem auch immer (Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung, Stadt Wien), bezahlt werden.
Bei der Pressekonferenz werden wir gemeinsam mit Rektor Schütz drastisch darauf aufmerksam machen, dass wir wegen der notwendigen Einhaltung der Arbeitszeiten unseren Leistungskatalog reduzieren müssen.

Unterstützung
Wir ersuchen Sie, die Umfrage zu unterstützen.

Th. Szekeres, I. Strasser
für den Betriebsrat

Umfrageergebnisse siehe hier

Rektoren-, Presse- und Ministerstimmen zum UG-Alternativentwurf

Rektoren-Chef sieht in SP-Entwurf „absurden Zynismus

Christoph Badelt könne das „nicht mehr ernst nehmen“ – Das Papier sei eher unter „Wahlkampfaspekten“ verfasst worden.

(DerStandard vom 1. Juli 2008, Link zum Artikel im Online-Standard)

Die Zeitung DiePresse.com … findet sich vom Alternativ-Entwurf der SPÖ überrascht
und beschränkt sich vorläufig auf den Bericht von der Präsentation des Gegenentwurfs, ohne ihn vorerst weiter zu kommentieren. (Das Blatt sucht noch nach der eigenen Meinung.)

Minister Hahn selbst verweist derweilen auf den Dienstweg der Einreichung für Stellungnahmen:
christine.perle@bmwf.gv.at
begutachtungsverfahren@parlament.gv.at

und will vom Broukal-Entwurf nichts wissen.

Der Online-Standard hat im übrigen ein eigenes Dossier „Unireform“ eröffnet und stellt dort die Frage

Forum: Was halten Sie von der UG-Reform?
Wie stehen Sie zu den geplanten Änderungen im Uni-Gesetz? Posten Sie ihre Meinung

weiterlesen ‘Rektoren-, Presse- und Ministerstimmen zum UG-Alternativentwurf’

Offener Brief an GÖD-Chef Neugebauer

Zur fehlenden Inkraftsetzung des lange ausgehandelten Uni-Kollektivvertrags:

Sehr geehrter Herr Abgeordneter!
Der UniversitätslehrerInnenverband (ULV) als größte österreichweite universitäre Standesvertretung stellt mit größter Besorgnis fest, dass die Verzögerung bei der Inkraftsetzung des Kollektivvertrags den Universitäten schweren Schaden zuzufügen droht.

Die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst und der Arbeitgebervertreter haben schon im Vorjahr einen sachgerechten und richtungsweisenden Kollektivvertrag paktiert.

Bitte nützen Sie als maßgeblicher Funktionsträger der Sozialpartner und Abgeordneter Ihre Stellung in der Partei, damit der Kollektivvertrag ehebaldigst in Kraft treten kann.

Ganzen Artikel lesen …

…ÖVP verweigert die Debatte zur Uni-Reform

Der Wissenschaftssprecher der Grünen, Kurt Grünewald, kritisiert:

Das Regierungsübereinkommen zur Universitätsreform sei für viele ein Signal gewesen, doch wieder auf an eine bessere Zukunft der Universitäten zu hoffen. Man glaubte an eine vorsichtige Rücknahme der kontraproduktiven Gruppen- und Kurienuniversität, eine stärkere und zeitgemäße Teamorientierung und einen Motivationsschub für den sogenannten akademischen Mittelbau durch einen stärkeren, leistungsorientierten Wettbewerb aller WissenschafterInnen, inklusive der ProfessorInnen.

Ganzen Artikel lesen …

Der Wissenschaftsrat auf Zickzack-Kurs

Der österreichische Wissenschaftsrat schlingert auf einem Zickzack-Kurs zwischen einerseits „Für mehr Verantwortung!“ und andererseits „gegen Mitbestimmung„, aber …

„High Demand and Low Influence“

  • Vom Arbeitsinspektor angezeigte Arbeitszeitüberschreitungen.
  • Keine signalisierte Unterstützung vom Bundesministerium in Richtung Realisierung des ausverhandelten Kollektivvertrags oder der Schaffung von 150 neuen ÄrztInnen-Stellen in MUW/AKH.
  • Steigerungen der Zahl der PatientInnen und der Behandlungen.
  • Forschung in der Freizeit.

ÄrztInnen und PsychologInnen raten davon ab. Es könnten Burnout-Syndrome entstehen.

Ganzen Artikel lesen …

Was die Universitäten am dringendsten brauchen – außer mehr Geld

Pressekonferenz des UniversitätslehrerInnenverbandes vom 31.Mai 2008;
hier dievollständige Pressemappe

weiterlesen ‘Was die Universitäten am dringendsten brauchen – außer mehr Geld’

GÖD verlangt für Uni-Gesetz: „REGIERUNGSPROGRAMM IST KOMPROMISSLOS DURCHZUSETZEN“

Die Bundesvertretung „Universitätsgewerkschaft- Wissenschaftliches und künstlerisches Personal“ BV 13 der GÖD als Vertreter aller wissenschaftlichen und künstlerischen Mitarbeiter der Universitäten, sowohl nach BDG und VBG als auch AngGesetz, hat auf Grund ihres Beschlusses der Stellungnahme zu einer geplanten UG-Novelle vom 21.6.2007 und der einstimmigen Beschlüsse der Anträge Dienstrecht 195-204 (Zuweisung an GÖD-Vorstand zwecks Vollziehung) des 15. GÖD-Gewerkschaftstages im Dezember 2006 in ihrer heutigen Sitzung folgende Resolution einstimmig verabschiedet:

Die BV13 fordert die kompromisslose Umsetzung des Regierungsprogramms: Faculty – einheitliche Hochschullehrer/innengruppe, tenure track, Förderung junger Karrieren, Vereinfachung des Berufungs- u. Habilitationsverfahrens (Zahl der Gutachten, geteiltes Berufungsverfahren)

R. Kdolsky        

dazu im Detail:

1. Rektor und Vizerektoren

a. Rektorswahl durch die Universitätsversammlung

Der Rektor muss sich auf eine breite innerbetriebliche Legitimation stützen können
und sollte daher durch eine Universitätsversammlung gewählt werden.

b. Wiederwahl nur einmal möglich

Dadurch soll gesichert werden, dass neue Ideen und Vorstellungen in die Universität
eingebracht werden.

c. Vetorecht des Senats bei der Bestellung der Vizerektoren

Gewährleistet, dass das Rektorat das Vertrauen der Universität hat.

d. Unvereinbarkeit des Rektorsamtes dem Amt als Monokratisches Studienrechtliches
Organ.

weiterlesen ‘GÖD verlangt für Uni-Gesetz: „REGIERUNGSPROGRAMM IST KOMPROMISSLOS DURCHZUSETZEN“’

Broukal an GÖD-Vorsitzenden Neugebauer

Wie wird die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) die Betriebsräte der 21 Universitäten  in der universitären Mitbestimmungs-Causa und UG-Novelle unterstützen?

Sehr geehrter Herr Vorsitzender!
Sie haben für die ÖVP gemeinsam mit Elisabeth Gehrer das Kapitel
"Universitäten" im Regierungsabkommen 2007 verhandelt. Die dort mit Erwin
Niederwieser vereinbarten Veränderungen werden derzeit in Gesprächen
zwischen Minister Hahn, Kollegin Brinek und mir aufs Konkrete
heruntergebrochen. 
             
In etwa einem Monat soll es einen zwischen den
Regierungspartnern akkordierten Ministerialentwurf für die UG-Novelle geben.
Wir sind in einigen Punkten sehr weit gekommen, bei zwei Punkten spießt sich
allerdings seit Wochen.
Es geht um die Bedeutung zweier Sätze im Regierungsabkommen.
1. "Weiterentwicklung des Universitätsgesetzes 2002 mit den Schwerpunkten …
Mitbestimmung (z.B. Betriebsräte im Universitätsrat)." 
2. "Alle unbefristet auf Laufbahnstellen beschäftigten Wissenschafter/innen
sollen eine Gruppe ('Kurie') bilden".
 
 
 weiterlesen 'Broukal an GÖD-Vorsitzenden Neugebauer'

Rasche Antwort vom SP-Wissenschaftssprecher auf die Forderungen der Uni-Betriebsräte

Wien (SK) – „Die Uni-Betriebsräte haben Recht – auch ich warte
seit Wochen auf Antworten zu ein paar einfachen Fragen zur
UG-Reform“, sagt SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal zur heutigen
Aussendung der Betriebsräte der 21 österreichischen Universitäten
.
„Wir haben einige große Schritte relativ rasch gemacht: Frauenquote,
Studierenden-Anwaltschaft, stark steigende Finanzierung ab 2010. Aber
bei mehr Mitsprache für die Betriebsräte im Uni-Rat und bei der
einheitlichen ProfessorInnenkurie spießt es sich ein wenig“, stellt
Broukal am Montag fest.


„Ich warte seit drei Wochen auf Antworten auf zwei einfache
Fragen“:
 
1. Was schlägt die ÖVP vor, um den Auftrag im Regierungsabkommen zu
erfüllen: ‘Weiterentwicklung des Universitätsgesetzes 2002 mit den
Schwerpunkten … Mitbestimmung (z.B. Betriebsräte im
Universitätsrat)’?
2. Wie will die ÖVP dem Auftrag des Regierungsabkommens nachkommen:
‘Alle unbefristet auf Laufbahnstellen beschäftigten
Wissenschafter/innen sollen eine Gruppe (‘Kurie’) bilden’? „

 

 
 
Broukal will jedenfalls bei dieser Frage nicht locker lassen -
„und ich weiß, dass am Schluss kein Weg an diesen Sätzen vorbeiführen
wird“, so der SPÖ-Abgeordnete gegenüber dem Pressedienst der SPÖ.
„Für mich ist das Regierungsabkommen kein unverbindlicher Katalog,
sondern etwas, was nach Punkt und Beistrich umzusetzen ist, es sei
denn, den Verhandlungsteams fällt etwas noch Besseres ein. Ich
glaube, dass die ÖVP das am Ende des Tages auch so sehen wird“, so
der SPÖ-Wissenschaftssprecher abschließend.
ah
 
 
*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER

 

INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS – WWW.OTS.AT *** vom 5.Mai 2008, 14.00Uhr

Uni-Mittelbau: WIR sind die ExpertInnen.

      Im Rahmen der geplanten Novelle zum Universitätsgesetz 2002 wird aus Sicht der 21 Betriebsräte und Personalvertretungen die Umsetzung der nachstehenden Vorschläge gefordert.

    Diese Vorschläge sind wesentlich dem Umstand geschuldet, dass Universitäten wegen ihrer Aufgaben anders funktionieren als Wirtschaftsbetriebe und daher auch in manchen Punkten anders geführt werden müssen. 

1. Die Betriebsräte fordern Sitz und Stimme in den Universitätsräten

2. Rektorswahl durch die Universitätsversammlung

3. Mitentscheidung der Senate bei der Entwicklung der Universitäten

4. Einheit der UniversitätslehrerInnen – „Faculty“

5. Mitbestimmung auf den Ebenen der Organisationseinheiten

6. Arbeitsrechtliche Fragen

 

 

 

                             

Die Forderungen und Erläuterungen dazu ergingen schriftlich an BM Hahn und an die WissenschaftssprecherInnen der im Parlament vertretenen politischen Parteien,

bitte dazu weiterlesen:

weiterlesen ‘Uni-Mittelbau: WIR sind die ExpertInnen.’

Betriebsrat fordert gesetzeskonforme Konstituierung des Universitätsrates

Magnifizenz,
sehr geehrte Universitätsräte,

Ich erlaube mir, Ihnen beiliegend einen Brief an den Bundesminister, sowie eine Mitteilung an die Wissenschaftssprecher zu übermitteln.

Mit grossem Bedauern haben wir auch in der Vergangenheit festgestellt, dass die Vorsitzenden der Betriebsräte nicht in sämtliche Sitzungen des Universitätsrates eingebunden waren. Auch für die konstitutierende Sitzung des Rates erfolgte keine Einladung an den Betriebsrat.

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Szekeres

Lesen Sie hier den Betriebsrats-Brief an die Wissenschaftssprecher im Nationalrat und an Minister Hahn:
weiterlesen ‘Betriebsrat fordert gesetzeskonforme Konstituierung des Universitätsrates’

Konstituierung des Universitätsrats der MU Wien ist nicht rechtskonform

Der neu zusammengesetzte Universitätsrat der MedizinischenUniversität Wien hat soeben seine konstituierende Sitzung  ohne Einbindung der Vorsitzenden der Betriebsräte abgehalten. 

Im §21 Abs. 15 UG2002 ist von „..allen Sitzungen..“ die Rede, zu denen die Betriebsräte einzuladen sind. Eine konstituierende Sitzung ist auch eine Sitzung.

Die Konstituierung ist somit nach §21 Abs.15 Universitätsgesetz 2002 NICHT rechtsgültig.

Die Betriebsräte leiten rechtliche Schritte ein.

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