Archiv der Kategorie 'Gerichtsmedizin'

Gerichtsmedizin, „…um die Aufklärung von Verbrechen nicht zu gefährden“

Gerichtsmedizin Wien IX.,(OTS) Katastrophale Folgen für die Aufklärung von Verbrechen befürchtet.

 

 

Seit mehr als einem Jahr sind sich Gemeinde Wien und Bund uneinig darüber, wer die Verantwortung für den Weiterbestand des gerichtsmedizinischen Instituts trage. Die Finanzierungsproblematik habe gravierende Auswirkungen auf das Wiener Spitalswesen, so Dorner (Präsident der ÖÄK). [...]  „Aufgrund der aktuellen Situation sind derzeit weder Routinetätigkeiten noch Forschung und Ausbildung im Fach Gerichtsmedizin sichergestellt“, kritisiert der Ärztekammerpräsident. Die Politik dürfe dieses Thema nicht noch länger aufschieben. „Ist nicht bald eine Lösung in Sicht, befürchte ich eine weitere Verschärfung des Problems, indem für die Fahndung notwendige Gerichtsobduktionen weiterhin massiv verzögert werden – mit katastrophalen Folgen für die Aufklärung von Verbrechen“, so Dorner abschließend.

Auch von Seiten polizeilicher Ermittler seien bereits Klagen geäußert worden, wonach das Chaos in der Gerichtsmedizin Wien so rasch wie möglich einer Lösung bedürfe, um die Aufklärung von Verbrechen nicht zu gefährden.

Link zur kompletten OTS-Presseaussendung 
Link zu allen Artikeln über Gerichtsmedizin in diesem Blog

Modernste Gerichtsmedizin in St. Pölten?

Gerichtsmedizin Wien IX„profil“ berichtet in seiner jüngsten Ausgabe (Nr. 31/09 vom 27.07.2009, Seite: 86) über eine Aussage des niederösterreichischen Sicherheitsdirektors, Franz Prucher, der sich als Ergänzung zum modernsten Landeskriminalamt Österreichs in St. Pölten auch die modernste Gerichtsmedizin Österreichs wünsche.
Über einen Fortschritt bei der Planung des Neubaus der Gerichtsmedizin in Wien ist seit Juli 2008 nichts Offizielles mehr bekannt. Siehe damaligen Bericht von Gudrun Springer im Standard.at

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Link zur Homepage der Gerichtsmedizin Wien (©2007)
Link zum Bericht einer Famulantin an der Wr. Gerichtsmedizin im Jahr 2007
Link zu „NEWS“-Artikel: Experten befürchten Zunahme ungeklärter Verbrechen.

Minister Hahn will Sie in den Sommerferien lehren lassen

Laut STANDARD denkt Hahn  über Unibetrieb im Sommer nach: Wissenschaftsminister will für „Massenfächer“ prüfen, ob Vorlesungszeiten verlängert werden können.

Dass an den Unis mehr als bisher gearbeitet wird, wünscht sich Wissenschaftsminister Johannes Hahn im Ö1-Morgenjournal. Bei „Massenfächern“ sollte man prüfen, ob nicht die Vorlesungszeiten verlängert werden könnten. Uni auch im Sommer „könnte dort, wo wir besonderen Andrang haben, durchaus ein Ansatz sein“, sagte Hahn.

weiterlesen ‘Minister Hahn will Sie in den Sommerferien lehren lassen’

Wien ohne Gerichtsmedizin!

MUW-Unirat-Vorsitzender Erhard Busek:
Das ersattzlose Streichen der Gerichtsmedizin hat u.a. gesundheits- und gesellschaftspolitische Bedeutung. Das gehört aber in die Zuständigkeit des Landes, der Justiz und des Innenressorts. Das Wissenschaftsministerium ist eher am Rande betroffen. Daher sind auch alle aufgefordert, ihren finanziellen Beitrag zu liefern. Und es gibt auch Bemühungen einzelner Mitarbeiter, aufzuzeigen, dass man dort positiv bilanzieren kann.

MUW-Betriebsratsvorsitzender Thomas Szekeres:
Am Institut für Gerichtliche Medizin fanden ab 1.1.2008 keine Obduktionen mehr statt. Grund war die finanzielle Situation, da die Gemeinde Wien, ein Hauptauftragsgeber des Institutes, die sanitätspolizeilichen Obduktionen abgezogen hat. Die Konsequenz war die Auflösung einer unter Maria Theresia gegründeten und notwendigen Institution. Wir haben bisher vergeblich immer wieder an Rektorat, Wissenschaftsministerium, Innenministerium, Justizministerium, Stadt Wien und Gesundheitsministerium appelliert, diese gesundheitspolitisch wichtige Institution gemeinsam zu erhalten bzw. wieder herzustellen.

Zu den Gefahren einer fehlenden forensischen Medizin siehe auch Die Zeit Online: „Wien, ein Paradies für Giftmörder?“:
Wien ist ein Paradies für Giftmörder. Das sagen Gerichtsmediziner, die ihr Metier in der Metropole nicht mehr ausüben können.

weiterlesen ‘Wien ohne Gerichtsmedizin!’

Plötzlicher Tod – Keine Ursachenklärung

Um 1600 Tote weniger obduziert: Gerichtsmediziner ziehen nach einem Jahr eine alarmierende Bilanz im Umgang mit Sterbefällen, schreibt Der Kurier. Nach Schließung der Gerichtsmedizin wäre es zynisch, zu sagen, der Sparplan hätte gegriffen.

Prof. Christian Reiter ist überzeugt:
„Dadurch sind zumindest 100 Verdachtsfälle auf Fremdverschulden nicht als solche erkannt worden, geschweige denn, dass sich jemand näher damit beschäftigt hat.“

Siehe auch Artikel „Wien ohne Gerichtsmedizin“

Wien, ein Paradies für Giftmörder?“ und  Zeit, Online“


Das MUWeblog

wird als Info-Blog vom Betriebsrat der Medizinischen Universität Wien für alle MitarbeiterInnen des wissenschaftlichen Personals betrieben.

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