(OTS) Katastrophale Folgen für die Aufklärung von Verbrechen befürchtet.
Seit mehr als einem Jahr sind sich Gemeinde Wien und Bund uneinig darüber, wer die Verantwortung für den Weiterbestand des gerichtsmedizinischen Instituts trage. Die Finanzierungsproblematik habe gravierende Auswirkungen auf das Wiener Spitalswesen, so Dorner (Präsident der ÖÄK). [...] „Aufgrund der aktuellen Situation sind derzeit weder Routinetätigkeiten noch Forschung und Ausbildung im Fach Gerichtsmedizin sichergestellt“, kritisiert der Ärztekammerpräsident. Die Politik dürfe dieses Thema nicht noch länger aufschieben. „Ist nicht bald eine Lösung in Sicht, befürchte ich eine weitere Verschärfung des Problems, indem für die Fahndung notwendige Gerichtsobduktionen weiterhin massiv verzögert werden – mit katastrophalen Folgen für die Aufklärung von Verbrechen“, so Dorner abschließend.
Auch von Seiten polizeilicher Ermittler seien bereits Klagen geäußert worden, wonach das Chaos in der Gerichtsmedizin Wien so rasch wie möglich einer Lösung bedürfe, um die Aufklärung von Verbrechen nicht zu gefährden.
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