Archiv der Kategorie 'FWF'

FWF-Newsletter zum Kollektivvertrag

FWF

Liebe Leserin, lieber Leser,

am 1.10.2009 tritt der Kollektivvertrag der Universitäten in Kraft. Dieser Kollektivvertrag gilt auch für alle Neuanstellungen im Rahmen von FWF-Projekten. Für bestehende Dienstverträge, die vom FWF finanziert werden, gibt es eine dreijährige Übergangsfrist, in der nicht in die bestehenden Dienstverhältnisse eingegriffen wird.

Der Kollektivvertrag der Universitäten sieht Pensionskassenzahlungen (im Ausmass von 3% des Bruttogehalts) sowie Einstufungen und Vorrückungen nach bestimmten Anstellungs- und Vordienstzeiten vor. Die dadurch entstehenden Mehrkosten sind nicht beantragbar, sondern sind aus dem Globalbudget, das der Projektleitung zur Verfügung steht, zu finanzieren.

Ab 1.10.2009 gelten (für die tatsächliche Anstellung) die FWF-Gehaltssätze
(http://www.fwf.ac.at/de/projects/personalkostensaetze.html) nicht mehr als Mindestsätze für Personalanstellungen, sondern es greifen die entsprechenden Bestimmungen des Kollektivvertrags der Universitäten. Die Personalkostensätze des FWF sind somit nur mehr für die Berechnung der Personalkosten im Zuge der Antragstellung heran zu ziehen.

Folgende Entscheidungen wurden vom Wissenschaftsfonds im Zusammenhang mit dem Universitäten-Kollektivvertrag getroffen:

bitte hier klicken um weiter zu lesen

Hahn über Erfolg beim Wissenschaftsbudget

Pressekonferenz von Minister Hahn am 21.4.09:

355 Mio und  391 Mio EUR bekämen die Universitäten laut Hahn 2009 und 2010 dazu. Das ist ein Minus von 45 bzw. 9 Mio EUR zum früher „garantierten“ Zusatz-Betrag. Daraus werde auch der Uni-Kollektivvertrag (wenn er zustande kommt) bezahlt werden müssen. Die entfallenen Studiengebühren müssten von diesem Betrag nicht mehr abgezogen werden. Es handle sich also um  Netto-Zusatzbeträge.
Der FWF solle laut Hahn mit 160 Mio EUR bedacht werden.
85 Mio EUR sind für die Österr. Akademie der Wissenschaften vorgesehen.

DiePresse freut sich mit.

Erste Stellungnahme vom Wissenschaftssprecher der Grünen im STANDARD zum Wissenschafts- und Bildungsbudget.

Siehe auch: Beiträge Hahns und Grünewalds in der Budgetdebatte vom 22.4.09

Drohender Ausfall aller Neuprojekt-Förderungen durch FWF?

„Sollten statt ForscherInnen nicht PolitikerInnen auswandern?“,

Kurt Grünewald  (Wissenschaftssprecher der Grünen) macht Regierung für Misere der Forschungsförderung verantwortlich.

„…Was nützen Presseaussendungen, parlamentarische Anfragen und Anträge und die Diskussionen im Wissenschaftsausschuss, wenn uns derart drastisch vor Augen geführt wird, dass die Verantwortlichen für die Budgets der Universitäten und der Forschung entweder keine Ahnung haben unter welchen Bedingungen Forschung erfolgreich sein kann, oder es einfach nicht begreifen wollen“, zeigt sich Grünewald verärgert ,
„Wenn Rektoren und Betroffene zu Protesten auffordern und diverse einschlägige Organisationen im Wissenschaftsbereich, der Räte, Wirtschaft und Industrie, WIFO und IHS um den Wissenschaftsstandort Österreich bangen, kann Hahn das nicht so einfach als übliches Oppositionsgeheul abtun…“ (Siehe auch unmittelbaren Anlass dieser Wortmeldung des Wissenschaftssprechers: Artikel im Standard)

Link zur OTS-Presseaussendung Grünewalds

„Von Unis etwas Geld für FWF abzuzweigen…

…gleicht einer Waldbrandbekämpfung mit dem Wasserglas. Resultat: Die Prioriät von Bildung und Wissenschaft ist für Regierung nichts als ein Lippenbekenntnis und ein erbärmliches Täuschungsmanöver…“, Kurt Grünewald von den Grünen.

FWF: März-Vergabesitzung abgesagt. 
Die Projektanträge werden erst wieder im Mai entschieden.
Siehe auch Brief des FWF-Präsidenten an die Science Community

Siehe auch Artikel: „FWF finanziert derzeit 2500 JungforscherInnen“

Grüne machen Finanzminister verantwortlich (Der Standard).
Der Wissenschaftssprecher der Grünen, Kurt Grünewald, machte in einer Aussendung unter anderem Finanzminister Josef Pröll (V) für die Situation verantwortlich. Durch seine „ohnedies reichlich späte“ Budgetrede blockiere Pröll „zentrale Entscheidungen für die Zukunft von ForscherInnen und ihrer Arbeit, obwohl die Budgetverhandlungen längst abgeschlossen sind“.

Der Finanzminister inszeniere sich hier auf Kosten der Forschung, so Grünewald. Sechs Monate ohne finanzielle Mittel in der wissenschaftlichen Forschung würden verheerende Folgen für die Zukunft und die Entwicklung Österreichs im internationalen Vergleich nach sich ziehen. „Wenn in der äußerst kompetitiven Grundlagenforschung aktuell geplante Projekte nicht sofort gestartet werden können, kann man sie gleich bleiben lassen.“ Mit der ständigen Vertagung der Vergabesitzungen durch den FWF “ werden ForscherInnen verunsichert, die AntragsstellerInnen und ProjektleiterInnen frustriert“, so der Wissenschaftssprecher der Grünen.

Bericht von der MUW-Veranstaltung: Österreichs Universitäten

Österreichs Universitäten –  Gegenwart und Zukunft
Veranstaltung an der MUW  (13.2.2009).
Impulsreferate und Podiumsdiskussion, Moderation: Sigismund Huck

Erhard Busek | Die Universität – eine Vision
Wolfgang Schütz | Zur Sonderstellung der Medizinischen Universitäten
Christoph Kratky | Gegenwart und Zukunft der kompetitiven Forschungsförderung
Wolfgang Meixner | Akademische Karrieren an Österreichs Universitäten

Die vorab gelieferten Abstracts. Bitte hier klicken: Abstracts

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Im Bild von rechts: E. Busek, W. Schütz, Ch. Kratky, W. Meixner

Der Unirat-Vorsitzende E. Busek vertrat  u.a. die Ansicht, dass die Patientenbetreuungskosten durch MUW-ÄrztInnen nicht aus dem Wissenschaftsbudget, sondern aus zusätzlichen Quellen erfolgen sollte.
MUW-Rektor W. Schütz berichtete u.a. von der Höhe der geplanten Budgetmittel für die Universitäten.
Im Verlauf der Veranstaltung gab es auch einen Bericht vom FWF-Chef, Ch. Kratky, über die Finanzsorgen der Wissenschaftsförderung.
Auch von W. Meixner, Uni Innsbruck, lagen Bedenken vor, was die Finanzierung der Drittmittel-Stellen betrifft. 

Der gesamte Bericht ist hier verlinkt .

Mehr Ressourcen, mehr Autonomie für MUW

„Die Regierungsvereinbarung“, so Dr. Erhard Busek und Dr. Wolfgang Schütz, Rektor der Medizinischen Universität Wien, „spiegelt die Situation wider: ehrgeizige Ziele, aber keine Mittel für die Wissenschaft. Zwar ist festgeschrieben, dass 2 Prozent des BIP für universitäre Forschung ausgegeben werden sollen, aber es steht nicht einmal drinnen, bis wann. Zudem kann diese Summe auch aus privaten und staatlichen Mitteln erreicht werden.“

Schütz sieht mittelfristig „eine Ausdünnung der  Grundlagenforschung und die Stärkung der ‘Lehruniversitäten’ zugunsten der Forschung. Wir werden noch stärker zur Akquisition von Drittmitteln gezwungen werden als bisher, mit allen damit verbundenen Problemen.“

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weiterlesen ‘Mehr Ressourcen, mehr Autonomie für MUW’

Belohnung für Engagement in Forschung

DerStandard berichtet über Forschungsanreiz: 

Die Universität Wien führt ein persönliches Anreizmodell für die Einwerbung von Drittmittel ein.

 Jene Professoren, die Geld für ein Forschungsprojekt lukrieren, das nicht vom zuständigen Ministerium kommt, sollen dafür nun belohnt werden. Mit Beginn des neuen Studienjahres erhält jeder Wissenschafter der Uni Wien, rückwirkend ab Jahresbeginn, drei Prozent der Projektsumme als Gehaltsbestandteil, erklärte der Vizerektor für Forschung, Heinz Engl, im Gespräch mit der APA. „Das ist zwar nicht viel, soll aber als Anreiz psychologisch wirksam sein und die Wichtigkeit und Wertschätzung für das Engagement der Forscher zeigen“, sagte Engl. So erhält etwa ein Forscher der Uni Wien, der beim Wissenschaftsfonds FWF ein Projekt mit einer Fördersumme von 100.000 Euro über drei Jahre einwirbt, 3.000 Euro über diesen Zeitraum mit dem Gehalt ausbezahlt.

Die Med Uni Graz zahlt bereits Prämie.

An der Medizinischen Universität Graz werden bereits seit 2004 Forscher für ihr Engagement bei der Einwerbung von Drittmittel belohnt. Für alle evaluierten eingeworbenen Projekte, also etwa vom Wissenschaftsfonds FWF oder aus EU-Rahmenprogrammen, werden zwischen fünf und zehn Prozent der Projektsumme als Prämie an die erfolgreichen Wissenschafter bezahlt, erklärte eine Sprecherin der Med-Uni Graz der APA.


Das MUWeblog

wird als Info-Blog vom Betriebsrat der Medizinischen Universität Wien für alle MitarbeiterInnen des wissenschaftlichen Personals betrieben.

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