Archiv für Januar 2012

Familienunterstützung. Gewerkschaft Öffentlicher Dienst

Werte Kolleginnen und Kollegen!

Der Vorstand der GÖD hat für das Jahr 2012 wieder Familienunterstützungen beschlossen. Die
Familienunterstützung soll als soziale Zuwendung an besonders zu berücksichtigende Familien mit
eigenen oder adoptierten Kindern gewährt werden. Die Zuerkennung erfolgt einmal jährlich, nicht aber
rückwirkend.
Links zu den Voraussetzungen:
1. Info
2. Online-Formular per E-Mail an: goed.sozial@goed.at

EMS 2012. Eignungstest Medizinstudium

EMS 2012Am 1. Februar 2012 startet das Aufnahmeverfahren für das Studium an der Medizinischen Universität Wien. Die Anmeldung erfolgt ausschließlich online und ist bis zum 20. Februar möglich. Die “Eignungstests für das Studium der Humanmedizin” (EMS) und der Zahnmedizin (EZS-AT) finden am 6. Juli statt.
Link: zu den EMS-Informationen

Uni-Kollektivvertrag: Gehälter steigen um 3 Prozent

GÖD

Die Verhandlungspartner Gewerkschaft öffentlicher Dienst (GÖD) und Dachverband der Universitäten haben sich heute, Montag, auf einen Gehaltsabschluss für die Kollektivvertragsbediensteten der Universitäten geeinigt.
Die Monatsentgelte werden rückwirkend per 1. Jänner 2012 für das Jahr 2012 um 3 Prozent, die Zulagen mit demselben Prozentsatz erhöht. Die Lehrlingsentschädigen werden gleichfalls um 3 Prozent angehoben.

 Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Schütz,
Vorsitzender des Dachverbandes der Universitäten

Dr. Wilhelm Gloss,
Vorsitzender-Stellvertreter der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst

Link: Uni-Kollektivvertrag i.d. Fassung 2011 (KV; dort finden Sie im §49 die Uni-KV-Gehaltstabelle 2011 für das wissenschaftl. Personal)
Link:
uniko-Homepage, Artikel v. 23.1.2012
Link: zu HochschullehrerInnen nach Gehaltsgesetz (GG; dort finden Sie auch einen Link zu den GG-Tabellen 2012)

Ohne öffentliche Gesundheitsversorgung keine Bereitschaft Steuern zu zahlen

Veronika Dolna von der “Furche” führte das folgende Gespräch mit Thomas Szekeres am 11.1.2012

Vor einem Monat drohten die AKH-Ärzte mit Streik, jetzt scheinen die Wogen geglättet. Warum junge Kollegen trotzdem um ihre Jobs bangen, erklärt der Betriebsrats-Chef Thomas Szekeres.

   Auf Thomas Szekeres’ Schreibtisch stehen zwei Computer. Der eine gehört dem Allgemeinen Krankenhaus (AKH). Über das Intranet hat er Zugang zu Patientendaten. Der zweite gehört der Medizinischen Universität. Er verbindet ihn mit einem anderen Netzwerk. Zusammenschließen lassen sich die beiden Computer nicht. Im Gespräch mit der FURCHE spricht der Betriebsratsvorsitzende des AKH über Abstimmungsprobleme, Finanzierungsengpässe und die Stimmung unter dem ärztlichen Personal.

DIE FURCHE: Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle sicherte eine finanzielle „Überbrückungshilfe“ von 9 Millionen zu. Ist nach den großen Betriebsversammlungen und Streikdrohungen vom Dezember jetzt wieder Ruhe eingekehrt?
Thomas Szekeres: Nur partiell. Die angekündigte Reduktion der Nachtdienste wurde vom Rektor zurückgenommen. Aber das Geld ist vom Ministerium nur geborgt. Auch die Uni-Milliarde ist für uns kein Zusatzbudget, sondern reicht lediglich, um die Inflation auszugleichen und die automatischen Gehaltssprünge der beamteten Kollegen zu bezahlen. Ich fürchte, dass die Probleme noch heuer wieder aufflackern. Auch weil die zweite angekündigte Sparmaßnahme, der absolute Aufnahmestopp, noch nicht gänzlich zurückgenommen wurde. Nach wie vor werden frei werdende Stellen nur sehr restriktiv besetzt.

DIE FURCHE: Und das betrifft vor allem junge Ärzte?
Szekeres: Viele junge Kollegen haben befristete Verträge. Wir befürchten, dass viele nach dem Auslaufen nicht verlängert werden. Das hat fatale Auswirkungen auf die Zukunft, es fehlt dann eine ganze Generation an Ärzten. In Abteilungen, wo mehrere Kollegen in Pension gehen, entstehen so Löcher, die kurzfristig nicht zu stopfen sind, weil die Ausbildung oft sehr lange dauert.

DIE FURCHE: Was haben die jungen Ärzten, die sich seit ein paar Jahren von befristetem Vertrag zu Vertrag gehantelt haben, dann noch für Optionen?
Szekeres: Sie müssen sich woanders, im Ausland, eine Beschäftigung suchen. Das ist problematisch. Ein Viertel aller Medizinstudenten in Österreich kommt aus dem Ausland, aber nur wenige von ihnen bleiben nach der Ausbildung hier. Außerdem gehen immer mehr österreichische Absolventen ins Ausland. Die Bereitschaft dazu ist bei den Jüngeren sehr groß.

DIE FURCHE: Ist das AKH nicht ein besonders attraktiver Arbeitsplatz für Jungärzte, weil sie hier Forschung betreiben können?
Szekeres: Ja, hier wird Spitzenmedizin auf sehr hohem Niveau angeboten. Das ist natürlich spannend Aber man arbeitet auch unter einem Dreifachdruck. Von Assistenzärzten werden zusätzlich zur Routinearbeit auch Forschungsergebnisse und Lehrtätigkeiten erwartet. Das lässt sich schwer trennen voneinander: Man bezieht Routinepatienten in Studien mit ein. Es ist daher kein Vorteil für die Wissenschaft, wenn es weniger Patienten gibt.

DIE FURCHE: Oft wird argumentiert, dass Spitäler gerade dann sparen können, wenn man die Patienten von den Krankenhäusern in Arztpraxen umleitet.
Szekeres: Man muss differenzieren zwischen stationärem und ambulantem Bereich. Im stationären Bereich würde es bei uns keinen Sinn machen, weniger Patienten zu behandeln. Schon die Betriebskosten sind so hoch, dass das unwirtschaftlich wäre. Im ambulanten Bereich hingegen müsste man dazu übergehen, mehr Routineversorgung bei niedergelassenen Ärzten anzubieten. Dazu bräuchte es mehr Kassenverträge. Es gibt heute so viele Verträge wie in den 1960er Jahren bei weitaus größeren medizinischen Möglichkeiten. Leider wird die Finanzierung der beiden Bereiche aber aus unterschiedlichen Töpfen bezahlt.

Weiterlesen ‘Ohne öffentliche Gesundheitsversorgung keine Bereitschaft Steuern zu zahlen’

Betriebsrat-Kampagne “Rettet das AKH”. Eine Zwischenbilanz

Wenn am Anfang einer Kampagne ihre Ziele definiert wurden, kann man am Ende unschwer über Erreichtes und Misslungenes Bilanz ziehen. Die gegenwärtige Kampagne ist keineswegs beendet. Deshalb: Zwischenbilanz.

Ein Drittel der Forderungen wird erfüllt sein, wenn der Minister das Geld für die notwendige Zahl an Journaldiensten ab 1.2.2012 überweist. Die anderen zwei Forderungen des Betriebsrats (BR) sind nicht erfüllt worden:

  1. Nachbesetzung der bisher nicht nachbesetzten 68 Dienstposten.
  2. Komplette Rücknahme des weiter intendierten Aufnahmestopps (auch Vermeidung „restriktiver“ Aufnahmepolitik)

Man könnte bisher von 33%-Erfolg
oder 
66%-Misserfolg sprechen

Aber es gibt Kollateral-Benefits, das sind Erfolge, mit denen man nicht sicher rechnen konnte, die auch anfangs nicht öffentlich formuliert waren, aber die man intern erwartet hatte und deren Fortbestand für PatientInnenversorgung und Verbesserungen der Arbeitsbedingungen nützlich wären:

  • Das Interesse der Medien: Print, Tele und Web, die über mehrere Wochen fast täglich berichteten
  • Der Kommunikationserfolg: die an sich schwierige Thematik des AKH-Strukturdualismus und die sich daraus entwickelnden Arbeitserschwernisse für die MitarbeiterInnen wurden in der Öffentlichkeit deutlich gemacht.
  • Die Sympathie der PatientInnen für unsere Anliegen: weit über 8000 Unterstützungserklärungen wurden von AKH-BesucherInnen im Eingangsbereich abgegeben.
  • Das Interesse der MitarbeiterInnen an der Problematik zeigt sich in der regen Beteiligung an allen Betriebsversammlungen und an den bisher höchsten Zugriffsraten (3100/Monat) zu den aktuellen Artikeln des BR-Weblogs http://muw-betriebsrat.at/. Fast gleich hohe Zugriffsraten zeigten sich Mitte 2009 (UGNovelle), Ende 2009 (Kampagne zu Kollektivvertragsbedingungen) und Ende 2010 (Kampagne zum Freizeitausgleich). Daneben gibt es, nach einer eigens entwickelten einfachen Formel(*) berechnet, maximal 400 StammleserInnen des BR-Blogs in den kampagnenfreien Intervallen.

Menschen und Meinungen bei und hinter dem “Runden Tisch” 2

In einem “Kommentar der Anderen” (derStandard.at), repliziert der Rektor der MedUni Wien, Wolfgang Schütz, auf die Äußerungen des KAV-Generaldirektors, Wilhelm Marhold (AKH-Befund des Wiener-Spitalsverbund-Chefs: ”Das Spital kann nicht alles leisten”, Printausgabe Der Standard, 28. 12. 2011).

Wenn Wilhelm Marhold, Generaldirektor des Wiener Krankenanstaltenverbunds (KAV) zu den Protesten der Ärzte im Allgemeinen Krankenhaus (AKH) meint, dass es “ja wohl nicht sein kann, dass ein Partner, nämlich der Wissenschaftsminister, seiner Zahlungsverpflichtung nicht nachkommt,” dann predigt er erneut eine längst bekannte “Masche”, die auch durch dauerndes Wiederholen nicht richtig wird.

Die Verpflichtung des Wissenschaftsministeriums und damit der Med-Uni Wien ist es, im AKH Wien alle Ärztinnen und Ärzte zu stellen und zu bezahlen. Genau das tut die Med-Uni Wien: Sie hat die Zahl der Ärzte im AKH in den vergangenen Jahren sogar um fünf Prozent erhöht. Wenn jemand seiner Verpflichtung für das AKH nicht nachkommt, dann ist das der KAV (und somit die Stadt Wien): Ständig werden wegen Schwesternmangels Betten, insbesondere Intensivbetten, bisweilen sogar ganze Stationen und Operationssäle, gesperrt. Wegen Ärztemangels ist hingegen noch nie ein Bett gesperrt worden. Hinzu kommt, dass bestimmte Tätigkeiten, die die Ärzte entlasten würden, wie Blutabnehmen oder das Anlegen von Infusionen, den Schwestern im AKH ausdrücklich untersagt sind – und das ganz im Gegensatz zu allen anderen Wiener Spitälern.

Auch die Behauptung, dem Ärztlichen Direktor des AKH Wien, Reinhard Krepler, würden nicht einmal die Dienstlisten der Ärzte vorliegen, wird (wie eben auch von Wilhelm Marhold im Standard-Interview) gerne wiederholt, ist aber dennoch falsch. Der Direktor des AKH verfügt selbstverständlich über diese Listen.

Die Proteste der Ärzte im November und Dezember haben dazu geführt, dass Minister Töchterle knapp vor Weihnachten eine Überbrückungshilfe zugesichert hat und dass sich Wissenschaftsministerium, Stadt Wien, Med-Uni Wien und AKH Wien an einen Tisch setzen, um längst notwendige Strukturänderungen für das größte Spital Europas zu planen und umzusetzen. Dabei geht es in erster Linie um eine gemeinsame Leistungsdefinition, die überfällig ist. Die hoch spezialisierten Ärzte und Wissenschaftler der Med-Uni Wien verbringen mittlerweile mehr als 80 Prozent ihrer Zeit mit reiner Krankenversorgung, und dorthin fließt auch der größere Teil der Mittel, über welche die Med-Uni Wien verfügt. Jeglicher Spielraum für Lehre und Forschung ist dabei verlorengegangen. Erst wenn sich Forschung, Lehre und Krankenversorgung im Gleichgewicht befinden, werden Spitzenmedizin im AKH und Spitzenforschung an der Med-Uni Wien langfristig zu garantieren sein.

Wolfgang Schütz
Rektor der Med-Uni Wien

Menschen und Meinungen bei und hinter dem “RundenTisch” 1

-c- G.Zeitler, AEK WienVor Kurzem erschien ein Interview mit Dr. Willhelm Marhold, Generaldirektor des Wiener Krankenanstaltenverbunds (KAV), im STANDARD (siehe unten).
Weitere Hinweise auf Aktionen Marholds gibt es in diesem Blog: Gesundheitspolitik in der StadtAufforderung an das Management des Wiener AKHEinsparungen in den Wiener Spitälern. Medienspiegel Teil I.

Wilhelm Marhold will von der Kasse bezahlte Ärzte in Ambulanzen arbeiten lassen, um die Spitäler zu entlasten – Ärzte und Pfleger schneiden bei Patientenbefragungen gut ab – im Gegensatz zum Essen, sagte Marhold.

«…» STANDARD: Fanden Sie auch den Aufschrei der AKH-Ärzte gerechtfertigt?
Marhold: Ich hab’s verstanden. Es kann ja wohl nicht sein, dass ein Partner – nämlich der Wissenschaftsminister – seiner Zahlungsverpflichtung nicht nachkommt.

STANDARD: Ist es nicht trotzdem legitim, zu sagen, auch im AKH solle nachgeschaut werden, wo man einsparen kann?
Marhold: Effizienzsteigerung steht jedem gut an. Vielleicht beschleunigt diese öffentlich gewordene Debatte auch, dass man sich mehr mit den Betriebsabläufen im AKH zwischen Med-Uni und Stadt Wien auseinandersetzt. Es kann ja nicht sein, dass der ärztliche Direktor dieses riesigen Spitals nicht einmal die Dienstlisten der Ärzte hat, um nur ein ganz plakatives Beispiel zu nennen. Da gibt es jede Menge Abstimmungsbedarf.

(Andrea Heigl, DER STANDARD, Printausgabe, 28.12.2011; Link zum gesamten Interviewtext: DerStandard.at)


MedUni Wien Blog

wird als Info-Blog vom Betriebsrat der Medizinischen Universität Wien für alle MitarbeiterInnen des wissenschaftlichen Personals betrieben.

Email-Newsletter

Ich möchte Einträge dieses Blogs per Email abonnieren.

Anti-Mobbing Netzwerk

Anti Mobbing Netzwerk

ERSTE Bank AKTION:

ERSTE Bank Finanzpartner

Hier finden Sie 2-3x/Jahr AKTIONEN für MedUni-MitarbeiterInnen. Derzeit führt Sie ein Klick auf das Logo zur allgem. Homepage der Bank

Young Scientist Association

Young Scientist Association

Blog Statistik

  • 84,560 Aufrufe

Artikelansicht per Datum

Januar 2012
M D M D F S S
« Dez   Feb »
 1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
3031  

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.