Wie das Nachrichtenmagazin “profil” in seiner Montag, 12.12.2011, erscheinenden Ausgabe berichtet, übt die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte schwere Kritik am neuen IT-System des Wiener Allgemeinen Krankenhauses (AKH). Laut dem vom Wissenschaftsministerium beauftragten Gutachten sei das Projekt AKIM (AKH-Informationsmangement) “ohne adäquate Organisations- und Controllingstruktur” durchgeführt worden. Das AKH habe “keine hinreichenden Strukturen eingerichtet, um ein solches Projekt ordnungsgemäß abzuwickeln”. Das beauftragte IT-Unternehmen Siemens habe sich laut Deloitte-Bericht “als der Experte für die Einführung von Krankenhaussoftware dargestellt”, aber sich das notwendige Know-how “erst im Laufe des Projekts angeeignet”. Laut “profil” drohen zusätzlich zu den projektierten 36 Millionen nun Mehrkosten im Ausmaß von 14 Millionen Euro.
Wie “profil” weiters berichtet, soll nun das Wiener Kontrollamt auf Bitte des AKH das Projekt AKIM untersuchen. Die Medizinische Universität Wien hat ihrerseits den Rechnungshof um eine Überprüfung ersucht.
Das Projekt AKIM wurde 2002 gestartet und läuft derzeit im Probebetrieb an einzelnen Universitätskliniken des AKH. AKIM soll alle IT-Bereiche eines modernen Spitals abdecken und die gewonnenen Patientendaten für wissenschaftliche Tätigkeiten an den Universitätskliniken aufbereiten. Die Gemeinde Wien als AKH-Betreiberin übernahm mit 21,8 Millionen 60 Prozent der projektierten Kosten, der Bund den Rest in Höhe von 14,5 Millionen Euro.
Reaktion der VP-Gesundheitssprecherin: Link zur OTS
“[...] Frau Stadträtin, das Kontrollamt hatte in dieser Angelegenheit bereits im Jahr 2007 geprüft und kam zu einem desaströsen Ergebnis für die Stadt Wien und empfahl einen Neustart des Projektes!”, erklärt die Gesundheitssprecherin der ÖVP Wien, LAbg. Ingrid Korosec, angesichts des Artikels bezüglich des AKH im Profil.
“Es gab seitens des Wiener Kontrollamts konkrete Empfehlungen, die das AKH und die Gesundheitsstadträtin in keinem einzigen Punkt erfüllten! Schon 2007 wurde vom AKH eingefordert, dass ein verstärktes Augenmerk auf die effiziente Projektabwicklung gelegt werden müsse! Doch trotz dringlicher Empfehlungen wurde von Gesundheitsstadträtin Wehsely nichts unternommen, um das Projekt AKIM umzusetzen! Jetzt, nachdem der Druck auf Wehsely erhöht wird, fordert Sie erneut eine Prüfung des Kontrollamtes! Die Vorschläge des KA liegen auf dem Tisch und warten seit 2007 auf eine Umsetzung! [...]“

















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