Archiv für August 2011

Eingefrorenes Budget für Unis hätte Rückwirkungen auf AKH Wien

MedUni Wien

Weniger Journaldienste und weniger Nachbesetzungen bei ÄrztInnen.
Auswirkungen auf die Versorgung der PatientInnen 

   Wien (OTS) – Die Medizinische Universität Wien weist auf die gesundheitspolitischen Folgen eines auch nur eingefrorenen Budgets für die Universitäten und auf die gravierenden Auswirkungen auf das AKH Wien, Europas größtes Spital, hin.

   „Das Budget der MedUni Wien ist das personallastigste aller 21 staatlichen Universitäten,“ erklärt dazu der Rektor der MedUni Wien, Wolfgang Schütz. „Um ab Jänner 2013 sämtliche durch Valorisierungen und Biennalsprünge angestiegene Gehälter anweisen zu können, muss der Personalstand der etwa 3.000 aus dem Uni-Budget finanzierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der MedUni Wien um 150-180 vermindert werden. Damit Kündigungen vermieden werden, erfolgt schon seit Beginn dieses Jahres die Nachbesetzung eines freiwerdenden Dienstpostens nur mehr in besonders berücksichtigungswürdigen Fällen. Da aber der Wechsel an Personal im klinischen Bereich wesentlich höher ist als im nicht-klinischen, betreffen die Einsparungen insbesondere die ärztlichen Dienstposten im AKH, wo die MedUni Wien sämtliche der dort tätigen Ärztinnen und Ärzte stellt.“

   Um den Abgang an ärztlichem Personal in Grenzen zu halten, wird die MedUni Wien ab Jänner 2012 zusätzlich eine deutliche Reduktion der Journaldienste vornehmen. Beide Maßnahmen werden weniger Forschung und Lehre sondern vielmehr die Patientenversorgung im AKH Wien betreffen. Dies umso mehr, als die Stadt Wien, die mit ähnlichen Budgetproblemen zu kämpfen hat wie die MedUni Wien, hier keinesfalls wird einspringen können. Die Stadt Wien hat vor zwei Wochen ebenfalls einen sofort wirksamen Aufnahmestopp verfügt, der im AKH in erster Linie das Pflegepersonal betrifft.

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43,1% Frauen und 56,9% Männer schafften Zulassung zum Medizinstudium in Wien

MedUni Wien

Jede/r fünfte ÖsterreicherIn beim Test erhält Studienplatz (s. Link: MedUni-Wien-Homepage).

   Am 29.7. erhielten die TeilnehmerInnen am Eignungstest Medizinstudium (EMS) ihre Testergebnisse: 740 StudienanwärterInnen dürfen sich über einen Studienplatz freuen, darunter 555 BewerberInnen mit österreichischem Maturazeugnis und 148 aus der Europäischen Union. Bewährt hat sich im Vorfeld des Tests das neue Anmeldesystem – vor allem bei den ÖsterreicherInnen.

   20 Prozent der ÖsterreicherInnen, die heuer in Wien zum Eignungstest Medizinstudium angetreten sind, haben ab Herbst einen Studienplatz an der MedUni Wien. Insgesamt absolvierten 4.614 BewerberInnen und damit 82 Prozent der Angemeldeten die Tests. Unter den TeilnehmerInnen mit österreichischem Maturazeugnis lag dieser Anteil heuer sogar bei 87 Prozent. Im Vorjahr waren es bei den ÖsterreicherInnen nur 75 Prozent gewesen.

   Bei den StudienanwärterInnen aus EU-Ländern gab es eine Steigerung gegenüber 2010 von 70 auf 75,6 Prozent, bei den InteressentInnen aus Nicht-EU-Staaten von 66 auf 73,7 Prozent. Diese Zahlen sprechen klar für das neue System: Pro Anmeldung wurden erstmals 90 Euro eingehoben, dafür entfiel die bis heuer obligatorische persönliche Anmeldung und eine damit oft verbundene, teure Anreise.

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