Archiv für 11. Juli 2011

4.614 KandidatInnen beim diesjährigen Eignungstest Medizinstudium

   Es sind 4.614 (82 Prozent) von insgesamt 5.600 angemeldeten StudienanwärterInnen auch tatsächlich zum Test (EMS) in der Messe Wien erschienen. Im Vorjahr war ein Viertel der angemeldeten TeilnehmerInnen nicht zum Test angetreten. Für die Medizinische Universität Wien ergibt sich aus dem neuen Anmeldesystem eine beträchtliche Einsparung der für den Test anfallenden Kosten und den Einsatz dieser Mittel für die eigentlichen Aufgaben der Universität.

   Insgesamt stehen an der Medizinischen Universität Wien im Wintersemester 2011/12 740 Studienplätze zur Verfügung (660 Humanmedizin, 80 Zahnmedizin). Entsprechend dem gesetzlichen Quotenschlüssel gehen davon 75 Prozent an StudienwerberInnen mit österreichischem Maturazeugnis, 20 Prozent an Personen aus Ländern der EU sowie fünf Prozent an Personen aus Nicht EU-Ländern. 
   Die Ergebnisse des heutigen EMS-Tests werden Anfang August feststehen.

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Wartezeiten auf geplante, nicht akut notwendige Operationen

Vor kurzem wurde im Parlament beschlossen, dass künftig Wartezeiten für geplante Operationen veröffentlicht werden müssen. Die Länder werden dadurch verpflichtet, in den Spitälern ein entsprechendes Wartezeiten-Management einzuführen. “Damit trägt Gesundheitsminister Alois Stöger einer zentralen Forderung der AK Rechnung. Mit diesem Gesetz wurde ein wichtiger Schritt im Kampf gegen eine Zwei-Klassen-Medizin in Österreich getan”, sagt Dr. Johann Kalliauer, Präsident der AK Oberösterreich.

   Im neuen Gesetz ist verankert, dass Österreichs Spitäler künftig die Termine für planbare Operationen im Internet veröffentlichen müssen. Außerdem werden die Länder verpflichtet Kriterien auszuarbeiten, nach denen die Terminreihung zu erfolgen hat. Der Nutzen für Patientinnen und Patienten: standardisierte medizinische Kriterien, die eine Terminreihung nachvollziehbar machen. Das war nicht immer so. Bisher mussten Patientinnen und Patienten in Oberösterreich beispielsweise für eine Kniegelenksoperation mindestens fünf Monate auf einen OP-Termin warten – zumindest, wenn sie “normal” versichert waren. Patientinnen und Patienten mit einer privaten Kranken-Zusatzversicherung konnten dagegen mit einem um bis zu vier Mal schnelleren Termin rechnen. Manche Versicherungen warben illegaler Weise sogar mit früheren OP-Terminen für privat versicherte Patientinnen und Patienten.

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