Archiv für Mai 2011

“Notfallmedizin behandelt nicht nach Zeitpunkt des Kommens”

Rektor Schütz
Die Reaktion des Rektors der MedUni Wien, Prof. Wolfgang Schütz, auf den Gastkommentar von Sigrid Pilz (“Kranke Strukturen, falsches Rezept“, 13.5.2011, Der Standard) über die drohenden Kürzungen der Nachtdienste im AKH 
 
   Tagelang blieben die Angriffe der Wiener Landtagsabgeordneten Sigrid Pilz, Gesundheitssprecherin der Grünen, auf die Ärztinnen und Ärzte der Medizinischen Universität Wien und auch auf das erfolgreiche Modell der Zusammenarbeit von Bund und Land via Med- Uni Wien und AKH auch vonseiten der Rathauskoalition unkommentiert. Darüber kann man sich wundern, aber stehen lassen darf man es so nicht. Denn wer schweigt, stimmt zu.
   Als Rektor der Medizinischen Universität Wien muss ich insbesondere den Vorwurf zurückweisen, dass die Med-Uni Wien gültige Verträge nicht einhält, wenn sie Ärztedienstposten einspart oder Nachtdienste reduziert. Aufgrund einer politischen Vereinbarung aus dem Jahr 2005 hat die Med-Uni Wien für das AKH alle Ärzte zur Verfügung zu stellen, die Stadt Wien alle Pflege- und Verwaltungskräfte. Jetzt zwingt das künftige Universitätsbudget, für das der Bund verantwortlich ist, die Med-Uni Wien bei den ÄrztInnen zu kürzen. Dabei hatte die MedUni Wien in den vergangenen Jahren den Ärztestand im AKH sogar erhöht, um die zunehmende Verschiebung von Leistungen aus den anderen Wiener Spitälern in das AKH bewältigen können.
   Gerade weil Frau Pilz Gesundheitspolitikerin ist, darf man auch ihre Kritik an der Notfallaufnahme, einem der Aushängeschilder des Hauses, und den dortigen Wartezeiten nicht einfach unwidersprochen lassen: Eine Notfallmedizin behandelt nach Dringlichkeit, nicht nach Zeitpunkt des Kommens.
   Die Notfallmedizin des AKH ist jedenfalls die einzige in Österreich, in der jeder Patient untersucht und, falls erforderlich, behandelt wird – und zwar auch dann, wenn es sich um gar keinen Notfall handelt. Darüber hinaus erfolgt jede Untersuchung in der Notfallmedizin des AKH durch einen zuständigen Facharzt.
   Ihren Höhe- bzw. Tiefpunkt – eine reine Geschmacksfrage – erreicht die Kritik von Sigrid Pilz, wenn die aufgrund der Unterbudgetierung der Universitäten ab 2013 notwendig gewordenen Einsparungsmaßnahmen an der Med-Uni Wien zum Anlass genommen werden, das Thema Nebenbeschäftigungen der im AKH tätigen ÄrztInnen anzugreifen. Abteilungs- und Klinikleiter sollten ihre angeblich ab 13 Uhr gepflegte Nebenbeschäftigung einstellen, dann wären Personaleinsparungen nicht mehr notwendig, schlägt Pilz vor. Dieser Rechnung fehlt allerdings jeder reale Hintergrund. Von Ruhe nach 13 Uhr ist im AKH keine Spur. An der Med-Uni Wien gibt es schon seit fünf Jahren eine strikte Regelung für Nebenbeschäftigungen, die mit Betriebsrat, Ärztekammer und Wissenschaftsministerium abgestimmt ist und selbstverständlich auch eingehalten wird. Hier verwechselt offensichtlich jemand das Universitätsspital AKH mit anderen Wiener Spitälern.
Wolfgang Schütz,
Rektor der Medizinischen Universität Wien
Link:Der Standard” vom 27.05.2011, Seite: 36
 

Aktion für MedUni-ÄrztInnen. Colloquium Burnout-Prävention

Betriebsrat MedUni Wien

 

 

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

der Betriebsrat möchte Sie auf folgendes Angebot aufmerksam machen:  

Colloquium Ärztliches Gesundheitsmanagement:

Für Ärzte des AKH ist die Teilnahme kostenlos (statt EUR 60,00).
Anmeldung: 0664 / 840 53 41

MULTIPROFESSIONELLE STRESS- UND BUNROUT-PRÄVENTION

Die Ursachen von Burnout im Arztberuf und dessen Entstehungsbedingungen sind so vielfältig wie seine Auswirkungen. Entsprechend umfassend muss eine effiziente Burnout-Prävention ansetzen. Durch die Kooperation mit der Ärztekammer Wien, der Stadt Wien und den Medizin Medien Austria sowie in Zusammenarbeit mit der Uniqa Versicherung und der Firma Austroplant ist es möglich, eine Colloquien-Reihe zu starten (je 3 Fortbildungspunkte), deren Ziel die Aufklärung der Ärzte, aber auch die Prävention ist, damit Leistung, Freude und Qualität im so wichtigen Arztberuf trotz oft unvermeidbarem Stress erhalten bleiben.

Das erste Colloquium findet
am Dienstag, 24. Mai 2011, von 17:00 bis 19:30 Uhr,

im AKH-Hörsaalzentrum, Hörsaal 5,
Währinger Gürtel 18 – 20, statt.

Der Neurologe Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Lalouschek, die Psychotherapeutin Mag. Daniela Hofman und der Unternehmensberater und Coach Thomas J. Nagy, MSc, werden über die multiprofessionellen Aspekte diskutieren. Link: Voucher (f.MUW-ÄrztInnen kostenlose Teilnahme)

Mit freundlichen Grüßen,

Thomas Szekeres
Vorsitzender des Betriebsrates für das
wissenschaftliche Universitätspersonal

Aufforderung an das Management des Wiener AKH

Gleichlautende Briefe wurden von der Personalvertretung der Gemeindebediensteten des AKH sowohl an die Gesundheitsstadträtin Mag. a Sonja Wehsely, den Wr. Krankenanstaltsverbund-Generaldirektor Dr. Wilhelm Marhold als auch an den AKH-Direktor Prof. Reinhard Krepler vorige Woche gesandt:

Sehr geehrte Frau Stadträtin!
Die Personalvertretung des Allgemeinen Krankenhauses fordert das Management auf, unverzüglich den Aufnahmestopp für Abteilungshelferinnen aufzuheben und unmittelbar die Dienstposten zu besetzen. Die Begründungen sind hinlänglich bekannt. 

MedUni-Betriebsräte: Journaldienstkürzungen an Uni-Kliniken gefährden PatientInnen

Betriebsräte der MedUnis Wien, Innsbruck und Graz

Mit 60 Stunden pro Woche im Halbjahresschnitt arbeitet keine Berufsgruppe so viel wie Spitalsärzte. Im Zuge des wirtschaftlichen Drucks kürzen nun einzelne Krankenanstalten allen voran die Medizinischen Universitäten Wien und Graz die Anzahl der anwesenden Ärzte im Nachtdienst. In den letzten Jahren ist es durch ein Versorgungsdefizit im Bereich der niedergelassenen Ärzte an Wochenenden oder in Nachtzeiten zu einem massiven Ansturm auf die Notfallambulanzen der Universitätskliniken gekommen. Die massive Zunahme der Arbeitsbelastung im Nachtdienst wird durch die neue Burnout–Studie der österreichischen Ärztekammer bestätigt. Die geplante Einschränkung der Zahl der im Nachtdienst anwesenden Ärztinnen und Ärzte führt dazu, dass die Arbeitsbereitschaftsdienste zu Nachtschichtarbeiten werden, was zu unzumutbaren Arbeitsbedingungen führt. Diese Umwandlung von  Journaldiensten mit Ruhezeiten zu durchgehenden Schichtdiensten wird von den Krankenanstalten ohne Rücksicht auf das ärztliche Personal und die Patienten gebilligt. Das nächtliche Durcharbeiten ist gesundheitsgefährdend wie eine Studie der Medizinischen Universität Innsbruck ergeben hat.  Da Belastungen durch 25 Stunden-Schichtdienst auch für Patienten mit Risiken verbunden sind, empfehlen wir dringend von radikalen Sparmaßnahmen Abstand zu nehmen.

Regina Gatternig, Thomas Szekeres, Martin Tiefenthaler 

Vorsitzende der Betriebsräte für das wissenschaftliche Personal
der Medizinischen Universitäten Graz, Wien und Innsbruck 

“schrittweise” Das Curriculum für Nachwuchswissenschafterinnen an der MedUni Wien

MedUni Wien

Einladung zur Bewerbung für “schrittweise” 2011-2012,
Curriculum für Nachwuchswissenschafterinnen
an der MedUni Wien

Bewerbungsfrist: 10.6.2011
Zielgruppe: wissenschaftliche Mitarbeiterinnen der MedUni Wien am Beginn ihrer wissenschaftlichen Laufbahn
Laufzeit: 3 Semester von Oktober 2011 bis Oktober 2012

Voraussetzungen für die Teilnahme:
Bewerbung, Anwesenheit beim gesamten Programm des Curriculums (Auftakt- und Abschlussveranstaltung, alle Seminare und Coaching)

Das Programm ist DFP-zertifiziert (Akademie der Ärzte) und ist als freie Fortbildung mit 135 Punkten anrechenbar.

Ablauf:

  • Auftakt- und Informationsveranstaltung: 20. Oktober 2011, ab 16 Uhr
  • Seminar 1: Stress- und Zeitmanagement: 3. – 5.11.2011
  • Seminar 2: Wiss. Schreiben und Publizieren: 19. – 21.1.2012
  • Seminar 3: Teamkompetenz und Konfliktmanagement: 22. – 24.3.2012
  • Seminar 4: Projektanträge und Forschungsfinanzierung: Mai oder Juni 2012
  • Seminar 5: Selbstpräsentation & Kommunikationsstrategien: September oder Oktober 2012

Seminarzeiten jeweils:
Donnerstag 14.00-19.00 Uhr
Freitag 09.00-19.00 Uhr
Samstag 09.00-14.00 Uhr

Prozess begleitende Karrierecoachings im Umfang von 10 Einheiten pro Teilnehmerin

Abschluss: Oktober 2012

Ziel:
Das Curriculum für early-stage Researcher startet im Herbst 2011 zum vierten Mal. Junge Frauen, die an der MedUni Wien wissenschaftlich tätig sind, haben die Möglichkeit ein Portfolio an Skills zu erwerben, das jenseits der fachlichen Qualifikation entscheidend für eine wissenschaftliche Karriere ist. Das Curriculum für Nachwuchswissenschafterinnen unterstützt Frauen an der Medizinischen Universität Wien dabei, ihre Karriereschritte erfolgreich zu planen und zu gestalten. So soll der sinkenden Repräsentation von Frauen auf ansteigenden Qualifikationsstufen entgegengearbeitet werden.

Bitte retournieren Sie den ausgefüllten Bewerbungsbogen (siehe Attachment) bis spätestens 10.6.2011 an die Stabstelle Gender Mainstreaming (per Mail oder Post). Bitte legen Sie – falls verfügbar – der Bewerbung ein Foto bei.

Infos unter http://www.meduniwien.ac.at/gender (unter dem Link  >>Schrittweise)

Bewerbungsbogen (PDF, 36KB; hier klicken)
Bewerbungsbogen (.doc, 310KB; hier klicken)

Kontakt:
Stabstelle Gender Mainstreaming
Mag.a Karoline Rumpfhuber
Spitalgasse 23, 1090 Wien
fon: 40 160 DW 11408
mail: gendermain@meduniwien.ac.at

Appell der Gesundheitsberufe. Überreicht an Minister Hundstorfer

 

Erster Tag der NÖ-Gesundheitsberufe in St. Pölten am 13.5.2011. Als gemeinsames Resümee wurde von der NÖ Ärztekammer und der NÖ Arbeiterkammer ein Appell verabschiedet, mit dem die Politik aufgefordert wird, die Arbeitsbedingungen in den Gesundheits- und Sozialberufen zu verbessern. BM Hundstorfer zeigt Verständnis für die aufgezeigten Probleme und versprach Unterstützung. Symbolisch nimmt er den von den Präsidenten Dr. Reisner (ÄK) und Haneder (AK) unterschriebenen St. Pöltner Appell entgegen. Denn gesunde Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Gesundheitsberufen sind eine unabdingbare Grundlage für eine qualitativ hochwertige Versorgung der Patientinnen und Patienten.

   In Erwägung, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitsbereich durch Arbeitsverdichtung, Personalmangel, bürokratischen Aufwand, mangelnde Wertschätzung und viele weitere Faktoren in gesundheitsgefährdender Weise belastet sind… In Erwägung, dass die Burnoutgefährdung ein bedrohliches Ausmaß angenommen, die Anzahl der Burnoutfälle stetig steigt… In Erwägung, dass jene, die Kranke gesund pflegen sollen, gerade selbst zu Patientinnen und Patienten werden… …haben wir beschlossen: Sparen am Personal kann dringend nötige Reformen nicht ersetzen! Krankes und demotiviertes Personal kann nicht effizient für PatientInnen und KlientInnen arbeiten!

   In Erwägung, dass das Finanzierungsproblem im Gesundheitssystem niemals durch Sparen bei gleichzeitiger Steigerung der medizinischen Leistung gelöst werden kann, ist die Politik unseres Bundeslandes und unserer Republik aufgefordert, im Sinne der Patientinnen und Patienten und ihrer Angehörigen dafür zu sorgen, dass die Beschäftigten im Gesundheits- und Sozialsystem gesund in ihrem Beruf alt werden können!

Weiterlesen ‘Appell der Gesundheitsberufe. Überreicht an Minister Hundstorfer’

Stellungnahme des Betriebsrats zur angekündigten Personalreduktion und AKH-Leistungsreduktion

Betriebsrat MedUni Wien

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

 wie bereits durch das Rektorat und uns mehrfach berichtet, wird das von der Bundesregierung beschlossene Budget für Wissenschaft ab 2013 nicht ausreichen, um den Betrieb unserer Universität in derzeitigem Umfang weiter zu finanzieren. Die Aussagen von Wissenschaftsminister Töchterle lassen allerdings kaum Hoffnung, dass die Budgetmittel aufgestockt werden, er bezweifelt ja zunächst sogar einmal vorsichtshalber die von ihm selbst noch in seiner Funktion als Rektor mitgetragenen Forderungen der Rektoren.

    Rektor Schütz sieht als wirksame Möglichkeit, um  ein ausgeglichenes Budget 2013 zu erreichen, die Personalkosten zu senken und geht von einem Äquivalent von 180 Dienstposten aus, die eingespart werden müssen.

    An der MedUniWien wurde bereits Anfang 2011 begonnen, Personal einzusparen. Freiwerdende sowie vereinbarte zusätzliche Dienstposten werden nicht besetzt, diese Maßnahmen werden fortgesetzt.

    Nunmehr hat das Rektorat mit Schreiben vom 2.5.2011 bekannt gegeben, dass es eine Einsparungsvariante erwägt Journaldiensträder einzusparen, um dadurch die Zahl der Stellen, die gestrichen werden sollen, zu senken

   Die VAMED hat bei Besiedelung des AKHs einen Bedarf von 230 Journaldiensträdern berechnet. Diese Diensträder wurden ursprünglich auch eingeführt. Während der vergangenen Jahre ist es stufenweise zu einem Abbau dieser 230 Nachtdiensträder gekommen, so dass wir im AKH heute nur mehr 172 Journaldiensträder bespielen. Eine weitere, wie angekündigt, deutliche Reduktion dieser 172 Diensträder ist nach Überzeugung des Betriebsrates nur bei signifikanter Reduktion der Leistungsfähigkeit des AKHs möglich (Stichwort: Diskussion um den Versorgungsauftrag des AKH).

Auch wenn diese Dienste auf allen Kliniken gleichermaßen, wie angekündigt, eingespart werden, so wird es insbesondere in Bereichen, die während der Nachtstunden besonders gefordert sind, zu Einschränkung der erbrachten Leistungen kommen müssen. Nachteilige Auswirkungen sind vor allem bei den  Notfalleinrichtungen vorprogrammiert, weil vom Rektorat  und einigen  Abteilungsleitern erwogen wird, die entsprechenden, dafür notwendigen  Facharztdienste streichen zu wollen.

    Für die Patienten bedeutet dies, dass das AKH nicht mehr wie bisher, Hauptanlaufstelle für Notfallpatienten während der Nachmittags und Nachtstunden sein kann.

    Welche Folgen diese Maßnahmen in der Öffentlichkeit und innerbetrieblich nach sich ziehen werden, kann erst bei Vorliegen der konkreten Maßnahmen abgeschätzt werde, wir werden Sie aber auf dem Laufenden halten und zum gegebenen Zeitpunkt zu einer Betriebsversammlung einladen.

   Wir werden aber in jedem Fall weiterhin dafür eintreten, dass die MedUniWien ein ausreichendes Budget erhält, um ihren Aufgaben auf vernünftige Art und Weise nachkommen zu können.

Mit kollegialen Grüßen

Für den Betriebsrat für das wissenschaftliche Personal

Thomas Szekeres, Ingwald Strasser, Wolfgang Baumgartner, Anita Holzinger

Angekündigter Personalabbau gefährdet medizinische Versorgung, Lehre und Ausbildung an Med Uni Wien

Betriebsrat MedUni Wien

Betriebsrat fordert Leistungszusage für Nachtdienstversorgung

 Aufgrund der angespannten Budgetsituation, musste der Rektor der MUW, Univ.Prof.Dr. Wolfgang Schütz bereits im Jänner 2011 einen Aufnahmestopp an der Med Uni Wien verhängen. Nun droht zusätzlich die deutliche Reduktion der derzeit 172 Nachtdiensträder (172 Ärztinnen und Ärzte versehen jede Nacht Dienst an der Med Uni Wien/AKH-Wien), wie er in einem Schreiben vom 2.5.2011 mitteilte.

 Dagegen protestiert der Betriebsrat vehement: die ohnehin angespannte Personalsituation am AKH und der Universitätsklinik wird damit noch kritischer und eigentlich unerträglich. Denn eigentlich fehlen aufgrund von objektiven Berechnungen (VAMED) von ursprünglich 230 schon derzeit 58 Nachtdiensträder, die in der Vergangenheit sukzessive abgebaut wurden.

 Die weitere Reduktion der Diensträder solle sich laut Schreiben von Dr. Schütz „weitgehend gleichermaßen“ auf alle Kliniken beziehen. Das ist insbesondere in der Notfallaufnahme, der Chirurgie und Anästhesie, in der Kinderklinik aber auch in der Unfallchirurgie schlichtweg unmöglich. Dort herrschen jetzt schon prekäre Zustände.

 Ein funktionierender Betrieb wird unter diesen Bedingungen nicht möglich sein – zum Nachteil der PatientInnen.

 Aber auch zum Nachteil der Studierenden. Die Zeit für Lehre und Ausbildung, von der Forschung ganz zu schweigen, wird nochmals reduziert, und das trotz anspruchsvoller werdenden Studentenerwartungen. 80 Prozent und mehr gehen für die Krankenhausarbeit auf, Forschung kann ohnehin fast nur mehr in der Freizeit betrieben werden.

 Der Betriebsrat weist nochmals darauf hin, dass er sich für die Lebensqualität und ein professionelles Berufsumfeld der MitarbeiterInnen einsetzt. Nicht zuletzt auch aus gesundheitspolitischen und gesundheitsethischen Überzeugungen. Es geht um die bestmögiche Behandlung von PatientInnen und rasches Reagieren. Das ist mit zu geringen Personalständen und ÄrztInnen, die ohnehin bis zur Grenze der Erschöpfung arbeiten, nicht möglich.

 Der Betriebsrat drängt vehement auf nochmalige Verhandlungen mit dem Ministerium. Es kann nicht sein, dass aus vordergründig politischen Gründen Verantwortung hin und her geschoben und Beschuldigungspolitik auf dem Rücken der ÄrztInnen und PatientInnen gemacht wird. Letztlich ist die Finanzministerin am Zug. Und zwar rasch.

Prof. Dr. Thomas Szekeres
Obmann des Betriebsrates

Link: ORF.at
Link: DerStandard.at 
Link: Oe24.at

Valorisierung des Fahrtkostenzuschusses

Im Gesetz ist eine Valorisierung des Fahrtkostenzuschusses festgeschrieben. Da die Voraussetzungen für die Valorisierung gegeben sind, wurden ab 01.04.2011 die Beträge wie in der Anlage angeführt erhöht. Link: Bundesgesetzblatt


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wird als Info-Blog vom Betriebsrat der Medizinischen Universität Wien für alle MitarbeiterInnen des wissenschaftlichen Personals betrieben.

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