
Betriebsrat der MedUni Wien
Informationsbrief des Betriebsrats an die MitarbeiterInnen.
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
Nachdem wir jahrelang für die Option der Bezahlung aller Journaldienste gekämpft haben, wurde eine Wahloption Freizeitausgleich (FZA) oder Bezahlung als Gegenleistung für Journaldiensttätigkeit eingeführt. Diese bietet die Möglichkeit auf die Bezahlung der ersten 160 bzw. 80 Werktags-Journaldienststunden zu verzichten und anstatt dessen Freizeit zu bekommen. Viele Kolleginnen und Kollegen haben diese Option gewählt, teilweise konnten sie dann aber diesen Freizeitausgleich bzw. Urlaub nicht konsumieren. Zumindest beim Urlaub führt dies nach 2 Jahren zum Verfall. Jedenfalls haben aber auch viele Kolleginnen und Kollegen die Option genutzt, um mehr Zeit für ihre Familien zur Verfügung zu haben, wissenschaftliche Forschungsprojekte durchzuführen oder sich an zusätzlichen Urlaubstagen vom aufreibenden Dienst erholen zu können.
Das Rektorat hat in einer Aussendung mitgeteilt, ab 1.1.2011 alle Journaldienste auszubezahlen und die Wahlmöglichkeit gemäß EDM-Vereinbarung aufzuheben (der Betriebsrat hat diese Änderung einstimmig abgelehnt). Begründet wurde diese Maßnahme mit den vielen nicht konsumierten Freizeit bzw. Urlaubstagen, für die die Universität Rücklagen bilden muss. Offensichtlich ist ihr die Auszahlung der Summen lieber als das Geld rückzustellen, was vor der Ausgliederung der Universitäten (vor 2004) nicht nötig war.
Nach massiven Protesten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat nun das Rektorat zugestimmt, dass ein Antrag auf die FZA Option an das Rektorat gestellt werden kann und dieser auch wohlwollend bearbeitet werden wird, wenn jemand seinen FZA und seinen Erholungsurlaub weitgehend konsumiert hat.
Damit sollte für jene Kolleginnen und Kollegen, die die FZA Option wählen und nutzen möchten, weiterhin die Möglichkeit bestehen, Freizeitausgleich als Gegenleistung für Journaldienste zu erhalten.
Für den Betriebsrat des wissenschaftlichen MedUni Wien Personals
Thomas Szekeres, Ingwald Strasser, Wolfgang Baumgartner, Anita Holzinger