Ärzte-”Kurier” vom 17.11.2010, Seite: 6. Über Geldsorgen und die Zukunft der MedUni Wien. Interview mit Peter Funk
Die drohenden Budgetkürzungen für die MedUnis stimmen den Rektor der Medizinischen Universität Wien nicht gerade fröhlich. Nicht zuletzt für die Forschung befürchtet Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Schütz Benachteiligungen, wie er im Interview mit dem ÄrzteKURIER erläutert.
Die öffentlichen österreichischen Medizinischen Universitäten fürchten, bis zum Jahr 2013 rund 450 Personen abbauen zu müssen. Wie viele davon entfallen auf die MedUni Wien?
Falls sich an der Dotierung nichts ändert, ist von 180 Personen auszugehen.
Personalkosten machen rund 80 Prozent des Budgets aus. Kann man den Kostenschlüssel auch mit strukturellen Maßnahmen verbessern, haben Sie hier Spielraum?
Nein, hier haben wir keinen Spielraum. Zumal wir uns hier bereits mit unserem bestehenden Budget ohnehin sehr an die Decke strecken müssen.
Welche Projekte sind konkret gefährdet? Es ist etwa die Rede vom Comprehensive Cancer Center, in der Lehre von den PhD-Programmen?
Wir hoffen sehr, dass diese äußerst erfolgreichen Projekte, die für die MedUni auch ein wichtiger Imagefaktor sind, nicht unter dem angedrohtem Sparkurs zu leiden haben. Wenn sich der Weg allerdings so negativ fortsetzt, wird es zu Problemen kommen, alle Vorhaben 1:1 umzusetzen.
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