Archiv für November 2010

Sozial- und Bildungsdemo am Samstag, 27.11.2010

   Die Rektoren haben keine Finanzspritze für die Unis beim Finanzierungsgipfel mit der Regierung erreicht. Dafür müssen sie gemeinsam mit der Wissenschaftsministerin ein  Studienplatzfinanzierungskonzept erarbeiten. Die Unverbindlichkeit dieser künftigen Ergebnisse erinnert an den Hochschuldialog.
   Der Präsident der Österreichischen Universitätenkonferenz, Rektor Hans Sünkel, erneuert die Warnung an die Bundesregierung, dass es bereits ab dem kommenden Frühjahr zu dramatischen Einschnitten im Universitätsbetrieb kommen werde, wenn die politisch Verantwortlichen bis zur Fixierung des Bundesfinanzrahmengesetzes Ende April 2011 keine Bereitschaft zur Abdeckung der Fehlbeträge ab 2013, also 300 Millionen Euro jährlich, erkennen lassen. 
   Kurt Grünewald, Wissenschaftssprecher der GRÜNEN, ruft auf zur Mobilisierung und Partizipation: DEMO in Wien am 27.11.2010, 13 Uhr unter dem Thema: KEINE Kürzungen bei Kindern, Familien, Bildung und Sozialem!

Da von den Veranstaltern der Demo 10.000 TeilnehmerInnen aus ganz Österreich erwartet werden und gleichzeitig der erste weihnachtliche Einkaufssamstag ist, erwartet der ARBÖ in der Umgebung der Marschroute  Straßensperren mit hochgradigen Verkehrsbehinderungen für den Samstag-Nachmittag:

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Rektor Schütz im Interview: MedUni Wien-Zukunft

Ärzte-”Kurier” vom 17.11.2010, Seite: 6. Über Geldsorgen und die Zukunft der MedUni Wien. Interview mit Peter Funk

Die drohenden Budgetkürzungen für die MedUnis stimmen den Rektor der Medizinischen Universität Wien nicht gerade fröhlich. Nicht zuletzt für die Forschung befürchtet Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Schütz Benachteiligungen, wie er im Interview mit dem ÄrzteKURIER erläutert.

Die öffentlichen österreichischen Medizinischen Universitäten fürchten, bis zum Jahr 2013 rund 450 Personen abbauen zu müssen. Wie viele davon entfallen auf die MedUni Wien?
Falls sich an der Dotierung nichts ändert, ist von 180 Personen auszugehen.

Personalkosten machen rund 80 Prozent des Budgets aus. Kann man den Kostenschlüssel auch mit strukturellen Maßnahmen verbessern, haben Sie hier Spielraum?
Nein, hier haben wir keinen Spielraum. Zumal wir uns hier bereits mit unserem bestehenden Budget ohnehin sehr an die Decke strecken müssen.

Welche Projekte sind konkret gefährdet? Es ist etwa die Rede vom Comprehensive Cancer Center, in der Lehre von den PhD-Programmen?
Wir hoffen sehr, dass diese äußerst erfolgreichen Projekte, die für die MedUni auch ein wichtiger Imagefaktor sind, nicht unter dem angedrohtem Sparkurs zu leiden haben. Wenn sich der Weg allerdings so negativ fortsetzt, wird es zu Problemen kommen, alle Vorhaben 1:1 umzusetzen.

Weiterlesen ‘Rektor Schütz im Interview: MedUni Wien-Zukunft’

Rot-Grüne Stadtregierung in Wien. Van der Bellen: Universitätsbeauftragter der Stadt Wien

Am Freitag ist die Einigung auf ein gemeinsames rot-grünes Regierungsprogramm für die Stadt Wien öffentlich bekannt gegeben worden. Bürgermeister Häupl, Vizebürgermeisterin Vassilakou (Verkehr, Stadtplanung, Klimaschutz und Neue Energie, Bürgerbeteiligung).
Link: Regierungsübereinkommen (pdf, 500KB, 77 Seiten)

Der mit Vorzugsstimmen bei der Gemeinderatswahl 2010 vorgereihte Nationalratsabgeordnete Van der Bellen wird angeblich im Nationalrat bleiben, aber Universitätsbeauftragter der Stadt Wien werden. Als Univ.-Professor und Forscher selbst Experte und Opinion-Leader. Mit den besten Voraussetzungen auch für die Aufgaben des Opinion-Brokers zwischen der Stadt, den Wiener Universitäten und dem Bund.

Praxisausbildung in der Medizin. Quo vadis?

Wien (OTS) -  Veranstaltung des Alumni Clubs der MedUni Wien

   Auf Einladung von Vizerektorin und Alumni Club-Präsidentin Karin Gutiérrez-Lobos diskutierten am 3. November Bundesministerin Karl, VertreterInnen der MedUni Wien, des Gesundheitsministeriums, der Ärztekammer und JungmedizinerInnen über neue Wege in der Praxisausbildung von MedizinstudentInnen.

Schlecht bezahlt – überfordert – schlecht ausgebildet

   Kritikpunkte an der aktuellen Praxisausbildung gibt es viele: JungärztInnen verbringen einen Großteil ihrer Ausbildungszeit mit administrativen Tätigkeiten, arbeiten als schlecht bezahlte SystemerhalterInnen und fühlen sich in der Folge schlecht ausgebildet. Lange Ausbildungszeiten, da die Berufszulassung erst nach absolviertem Turnus und/oder abgeschlossener Facharztausbildung erfolgen kann. [...]
“Eine Neustrukturierung der Praxisausbildung von Medizinstudentinnen und -studenten wird derzeit intensiv diskutiert. Doch wie soll sie aussehen? Lehrpraxis statt dreijährigem Turnus? Turnusintegrierung ins Studium und Abschluss mit Teilapprobation? Oder soll der Weg zum Facharzt bzw. zur Fachärztin verkürzt und im Gegenzug ein Facharzt bzw. eine Fachärztin für Allgemeinmedizin geschaffen und so der Weg zum Allgemeinmediziner bzw. zur Allgemeinmedizinerin verlängert werden?

Weiterlesen ‘Praxisausbildung in der Medizin. Quo vadis?’

ORF-Pressestunde mit Wissenschaftsministerin Karl

Link: Kurzmeldung in der ZIB 19.30 Uhr, Link: ORF-Pressestunde vom 31.10.2010, TVthek  …nicht mehr vom ORF zur Verfügung gestellt. Siehe daher Mitschrift weiter unten!

Am 31.10.10 interviewten Tarek Leitner (ORF) und Andreas Koller (Salzburger Nachrichten) die Wissenschaftsministerin in der ORF-Pressestunde. 

Im Folgenden eine nicht ganz komplette Mitschrift.

Ministerin Karl (M):
Die Familienbeihilfe von StudienbeihilfenbezieherInnenn wird nicht gekürzt. Ist eine gelungene soziale Abfederungsmaßnahme. Das Wissenschaftsministerium muss gegenüber anderen weniger einsparen. Die Studierendenvertreterin bezeichnete das abwertend als “Milliönchen”.
Neben der Abfederung sozialer Härten muss es weitere Maßnahmen zur rascheren Absolvierung der Studien geben: 1.Studienbedingungen verbessern, 2.Akzeptanz des Bachelorstudiums verbessern (eine Werbeschrift mit WK-Präsident Leitl wurde publiziert: “Bachelor welcome”).
Die Absolvierung von Bachelor und Master sollten vor Absetzen der Familienbeihilfe möglich sein.

Interviewer (I): Sie selbst haben das Doktorat erst mit 28 Jahren abgeschlossen.
M: Die Dissertation wurde neben meinem Vollzeitjob abgefasst.

Bitte hier weiterlesen!


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