Betriebsräte der Medizinischen Universitäten Österreichs warnen vor drohenden Leistungskürzungen an den Kliniken Wien, Graz und Innsbruck
Sollten die Budgetkürzungen des Universitätsbudgets, wie angekündigt, schlagend werden, drohen massive Einschnitte an Universitätskliniken Österreichs. Die beabsichtigte Kürzung des Universitätsbudgets hat an den Medizinischen Universitäten eine Personalreduktion um fast 500 Stellen bis 2013 zur Folge. Dies bleibt nicht ohne negative Folgen: Forschung, Studienplatzqualität, und unsere PatientInnen werden darunter leiden.
Wissenschaftliche Leistungen werden sinken, die Qualität der Ausbildung von MedizinstudentInnen wird sich verschlechtern und die Patientenversorgung wird zurückgefahren.
Investitionen in Universitäten zu denen die Medizinischen Universitäten zählen, sind nicht nur relevant für die Zukunft unseres Landes, sondern ein Schlüssel für die Perspektiven unserer Kinder. Deutschland erhöht auch in schwierigen Zeiten seine Bildungs- und Forschungsinvestitionen um 12 Mrd Euro. In Österreich werden viele Milliarden Euro problemlos für die Sanierung bankrotter Banken, wie der Kärntner Hypo Alpe Adria aufgewandt, aber bei den Universitäten muss dafür gespart werden. Dies gefährdet die Patientenversorgung. Nur durch Innovationen und adäquate Ausbildung kann in Österreich die künftige ärztliche Versorgung sichergestellt werden. Deshalb protestieren die Betriebsräte der Medizinischen Universitäten, die über 6000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, hauptsächlich Universitätsärztinnen und Universitätsärzte vertreten, entschieden gegen die von der Regierung geplanten Budgetkürzungen im Universitätsbereich.
Rückfragehinweis:
A. Univ. Prof. Dr. Herwig Peter Hofer, Graz, Tel.: 0699 18185551
A. Univ. Prof. Dr. Martin Tiefenthaler, Innsbruck, Tel.: 0699 12369897
A. Univ. Prof. Dr. Thomas Szekeres, Wien, Tel.: 0664 2243929















1 Antwort zu „Österreich ohne Spitzenmedizin“