Budgetkürzung und Effekte auf MedUni Wien

Ärztekammer protestiert gegen Budgetkürzungen an der MedUniWien. Einsparungen gefährden Arbeitsplätze und optimale Patientenversorgung

   Wien (OTS) – Anlässlich des  Protesttags (19.11.2010) der österreichischen Universitäten sprach sich der Vizepräsident und Obmann der Kurie angestellte Ärzte der Ärztekammer für Wien, Thomas Szekeres, vehement gegen die geplanten Mittelkürzungen an der Wiener Medizinischen Universität aus.

   Mit der Budgetkürzung seien 180 Arbeitsplätze gefährdet, die hauptsächlich Arztinnen und Ärzte im wissenschaftlichen Bereich betreffen – „mit der Folge, dass Tausende Studenten in Zukunft suboptimal ausgebildet und unterrichtet werden, weniger geforscht werden kann und auch die Patientenversorgung zwangsläufig massiv darunter leiden muss“, warnt Szekeres.

Eine weitere Ausdehnung der Arbeitszeit der Mitarbeiter der Medizinischen Universität Wien, die schon jetzt eine durchschnittliche Arbeitszeit von 70 Wochenstunden bewerkstelligen müssten, kommt laut Szekeres nicht in Frage: „Die Mitarbeiter sind bereits in hohem Maße burn-out-gefährdet. So kann es nicht weitergehen.“

Szekeres sieht als drohende Konsequenz aus der möglichen Einsparung von 180 Dienststellen, dass Routineleistungen der Universität gestrichen werden müssten, „was unweigerlich zulasten der Patientinnen und Patienten fallen würde“. Und vor allem: „Wo sollen wir beginnen? Bei den Transplantationen? Bei den Operationen? Oder einfach bei den Ambulanzleistungen?“

Szekeres bezeichnete die aktuelle Spar- und Reduzierungsdebatte wörtlich als „Budgetkeule der Regierung in Richtung Universitäten“. Von der Politik fordert er eine rasche Aufstockung der Budgets der medizinischen Universitäten in Österreich, um nicht den Forschungseifer und die Zukunftssicherung zu gefährden. Szekeres: „Von einem der reichsten Länder der Welt erwarte ich mir eine adäquate staatliche Forschungsförderung sowie einen adäquaten Beitrag für die Aufrechterhaltung des vollen Betriebs der MUW und des AKH.“ (ec)

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