Archiv für 19. Oktober 2010

Budgetkürzung und Effekte auf MedUni Wien

Ärztekammer protestiert gegen Budgetkürzungen an der MedUniWien. Einsparungen gefährden Arbeitsplätze und optimale Patientenversorgung

   Wien (OTS) – Anlässlich des  Protesttags (19.11.2010) der österreichischen Universitäten sprach sich der Vizepräsident und Obmann der Kurie angestellte Ärzte der Ärztekammer für Wien, Thomas Szekeres, vehement gegen die geplanten Mittelkürzungen an der Wiener Medizinischen Universität aus.

   Mit der Budgetkürzung seien 180 Arbeitsplätze gefährdet, die hauptsächlich Arztinnen und Ärzte im wissenschaftlichen Bereich betreffen – „mit der Folge, dass Tausende Studenten in Zukunft suboptimal ausgebildet und unterrichtet werden, weniger geforscht werden kann und auch die Patientenversorgung zwangsläufig massiv darunter leiden muss“, warnt Szekeres.

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Aktion der Medizinstudierenden bei der Uni-Vollversammlung im Hörsaal 1 der MedUni Wien.

Eindrucksvoll wurde von den RednerInnen bei der Uni-Vollversammlung im vollen Hörsaal 1 von den Auswirkungen der unüberlegten Uni-Budgetkürzungen berichtet. Rektor Schütz, neben den Negativeffekten auf das Personal – 180 Stellen müssten ab 2011 bis 31.12.2012 abgebaut werden, um den Realkürzungen Rechnung zu tragen, man könne sonst keine Löhne mehr auszahlen - stünden als notwendige Konsequenz Verminderungen in der Lehre, der Forschung und der PatientInnenversorgung am Programm.
   Der Vorsitzende des Senats, Prof. Pollak, verwahrt sich gegen mediale Vorwürfe des “nötigenden Leichentuchschwenkens”.
   Die Betriebsräte, Prof. Szekeres und Frau Waidringer, verwiesen auf die unmögliche Situation, mit weniger Personal die ohnehin schon durch das Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetz ausgeschöpften Maximalarbeitszeiten von 72 Stunden pro Woche noch zu verlängern (bei 38 Wochenstunden im Österreichischen Mittel). Das wäre weder für Personal noch für PatientInnen wünschenswert. Die Reduktion von Allgemeinem Uni-Personal schränke ebnefalls die Funktionalität der Unis ein.
   Hr. Konrad, ÖH-MedUni: Die Studierenden würden eine Reduktion der Ausbildung nicht akzeptieren. Uni-Ratsmitglied Rudi Klausnitzer und der Bio-Med-Forscher Josef Penninger befürchten mit Recht einen großen Schaden für Österreich.
   Im Gegensatz zur österreichischen Regierungsgesinnung gegenüber Bildung und Forschung investieren andere Länder (z.B. Deutschland, Singapur etc.) in Forschung, weil sie um die positiven Effekte der angewandten Forschung auf die Gesellschaft Bescheid wüssten.

Link zur ZIB-2: Stellungnahme des Betriebsratsvorsitzenden bei der anschließenden Demo. Falls vom ORF nicht mehr zur Verfügung gestellt, geht es hier zum Textlink der Stellungnahme von Thomas Szekeres


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