Archiv für Dezember 2009

Betriebsvereinbarung zum Elektronischen Dienstplanmanager (EDM)

Betriebsrat

Es wird sich beim Elektronischen Dienstplanmanager (EDM) der MUW Folgendes ändern:

  1. Klinische Überstunden (über die Journaldienste und reguläre Arbeitszeit hinaus) können ohne und bei Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetz- (KA-AZG) Übertretungen eingetragen werden. Voraussetzung dafür ist allerdings, falls die Mehrarbeit nicht ohnehin im Vorhinein angeordnet war, die innerhalb von drei Arbeitstagen folgende Freigabe durch den/die  OrganisationseinheitsleiterIn (“OEL”). Diese(r) muss die klinische Mehrarbeitsleistung in jedem Fall begründen. Die EDM-Funktion wird erst in Kürze freigegeben werden.
  2. Auch Lehre ist Arbeitszeit und wird in den EDM eingegeben werden können. Diese EDM-Funktion ist derzeit ebenfalls noch nicht umgesetzt.
  3. Der Wissenschaftstag wurde eindeutig definiert. Er kann nur vor einem Wochenend-Dienst in Anspruch genommen werden.

KA-AZG-Überschreitungen sind gesetzlich nur bei außergewöhnlichen Fällen laut § 8 des KA-AZG erlaubt (CAVE! Europameisterschaften und ähnliche lang geplante Veranstaltungen so wie Personalnotstand wegen Urlaubs gehören nicht zu außergewöhnlichen Ereignissen und müssen bereits lange vor dem Ereignisfall vom Dienstplaner berücksichtigt werden). Ausgleichsruhezeit muss gewährt werden.

Nicht angeordnete, in den EDM eingetragene klinische Mehrarbeitszeit wird automatisch elektronisch an die/den OEL weitergesandt. Diese(r) bestätigt die Notwendigkeit der Mehrarbeit mit einer Begründung innerhalb der drei folgenden Arbeitstage.

Im 4. Quartal 2010 soll diese EDM-Methode auch vom Betriebsrat an den Erfahrungen der MUW-MitarbeiterInnen gemessen werden. Danach soll das weitere Schicksal des EDM beschlossen werden.

Jenseits der EDM-Vereinbarung: Da Forschung ebenfalls Teil der Arbeitspflicht ist, soll  das dafür gesetzlich und in der Qualifizierungsvereinbarung entsprechend  der jeweils vereinbarten Karriereschiene festgelegte Forschungszeitbudget innerhalb der Normal-Arbeitszeit auch für Forschung und nicht für den Routinebetrieb des Spitals genutzt werden können.

br-wp@meduniwien.ac.at

Hochschuldialog: Links zu den initialen Diskussionen aller Foren

In Kürze soll es eine Website des BMWF mit umfassenden Informationen zum Hochschuldialog geben:

http://www.bmwf.gv.at/dialog_hochschulpartnerschaft/

Hier finden Sie bereits jetzt die LINKS zu den Skripten aller Auftaktdiskussionen:

Forum 1, Gesellschaftlicher Auftrag des tertiären Sektors

Forum 2, Koordinierte Entwicklung des tertiären Sektors: Universitäten, Privat-Universitäten, Fachhochschulen, Pädagogische Hochschulen u.a.

Forum 3, Bologna & Studienstruktur (Curricula) & Lehre

Forum 4, Studienwahl und Hochschulzugang

Forum 5, Ressourcen und Finanzierung von Lehre und Forschung

MUW-Arbeitszeit-Betriebsvereinbarung unterzeichnet

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Heute, am 22.12.09, ist die MUW-Arbeitszeitvereinbarung vom Betriebsrat einstimmig beschlossen worden und danach vom Betriebsrat, von den gewählten KA-AZG-Beauftragten und vom Rektorat unterzeichnet worden. Im Wesentlichen sind damit die Vorgaben der MUW-MitarbeiterInnen, wie sie in den Betriebsversammlungen beschlossen worden waren, in der Vereinbarung festgeschrieben. Das bedeutet, dass Journaldienste in der bisherigen Form auch nach dem 1.1.2010 geleistet werden können und keine ärztlichen Schichtdienstmodelle realisiert werden. Auch die Versorgung der PatientInnen im AKH kann damit weiterhin gewährleistet werden.

Das Dokument wird auf der Homepage http://www.meduniwien.ac.at/br-wp und im Weblog des MUW-Betriebsrats  publizert.

Diese Betriebsvereinbarung gilt bis zum 31.6.2013 (das Rektorat verknüpfte das Auslaufen mit der nächsten Minister-Leistungsvereinbarung) und nicht wie der Betriebsrat wollte bis mindestens 2016. Zu Beginn des Jahres 2013 muss neuerlich verhandelt werden. Alle anderen Bedingungen des Betriebsrats sind vom Rektorat akzeptiert worden.

Alles Gute für die kommenden Feiertage
und viel Erfolg für 2010
wünschen Ihnen alle Mitglieder des Betriebsrats

ÖQMed bietet Kommunikations-Workshops und Riskmanager-Ausbildung an

   ÖQMed, die Österreichische Gesellschaft für Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement in der Medizin GmbH,  wurde von der Österreichischen Ärztekammer dem gesetzlichen Auftrag folgend gegründet. ÖQMed ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Österreichischen Ärztekammer.

 

 LINK zu Kommunikations-Workshops.   

MitarbeiterInnen in Gesundheitseinrichtungen müssen oft unter großem Druck in schwierigen und konflikthaften Situationen kommunizieren. ÖQMed veranstaltet daher ab Februar 2010 zwei Workshops in denen KrankenhausmitarbeiterInnen bzw. Führungspersonen ihr Kommunikationsverhalten reflektieren und anhand vieler Übungsbeispiele optimieren können. Auch die rechtliche Situation wird umfassend beleuchtet.

 

 

LINK zur Riskmanager-Ausbildung.   

Zielgruppe sind alle Führungskräfte im Krankenhaus sowie Angehörige aller Gesundheits- und Pflegeberufe. Der Lehrgang bietet den Teilnehmern fundiertes Wissen zur Thematik des Risikomanagements basierend auf allen geltenden Normen und rechtlichen Grundlagen. Die vermittelten Werkzeuge und Methoden sowie eine betreute Praxisarbeit ermöglichen die sofortige und nachhaltige Umsetzung der Lerninhalte in der eigenen Organisation. Teilnehmer erhalten nach erfolgreicher Absolvierung des Kurses und bestandener Prüfung eine Urkunde der Österreichischen Ärztekammer.  

Valorisierung der Gehaltsansätze des Uni-Kollektivvertrags per 1.1.2010

Die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) berichtet:

Die Verhandlungen über die Anhebung der Gehaltsansätze des (Universitäts-) Kollektivvertrages (§§ 48 und 49) wurden am 15. Dezember 2009 – analog zum Gehaltsabschluss des Bundes – beendet. Die Übereinkunft mit dem Dachverband der Universitäten hat ergeben, dass die Gehälter für eine Laufzeit vom 1. Jänner 2010 bis zum 31. Dezember 2010 um 0,9 % und danach um 4 Euro (Staffel) erhöht werden. Das bedeutet, dass der niedrigste Ansatz des KV eine Steigerung um 1,19 % hat und der höchste Ansatz des KV um 0,95 % erhöht wird.
LINK zum GÖD-Brief: Klick auf die Abbildung

Vergleich dreier Orthopädischer Abteilungen in Wien

Die Kurie der Angestellten ÄrztInnen, Wien, nimmt Stellung zu einem Rechnungshofbericht und weist auf grobe Fehler im (auch arbeitsrechtlichen und Medizin-Ökonomisierungs-) Verständnis der Berichterstatter hin:

Liebe Kollegin, lieber Kollege,
in den letzten Wochen und Monaten wurde in Print-Medien und Presseaussendungen politischer Parteien unkritisch und polemisch aus dem unveröffentlichten Rechungshofbericht zum Vergleich dreier orthopädischer Abteilungen in Wien – Donauspital, Otto-Wagner-Spital (OWS) und Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern (BHS) – zitiert. Kurz zusammengefasst stellt der Rechungshof in einem insgesamt problematischen Vergleich von Spitälern mit unterschiedlichem Versorgungsauftrag zu den zentralen Punkten Ärztedienstzeit, Personalkosten, Ressourcenauslastung und Sonderklassehonorare fest, dass…

bitte hier klicken, um weiterzulesen

Gehaltserhöhung für 2010 ausverhandelt !

   Zwischen der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) und der Regierung  wurden heute Gehaltserhöhungen für den öffentlichen Dienst ab 1.1.2010 um 0,9%-1,2% akkordiert (kleinere Einkommen profitieren vom höheren Prozentsatz). Verhandlungspartner der GÖD waren diesmal Bundeskanzler Faymann und Vizekanzler Pröll.

LINK: Gehaltstabellen 2010 der Uni-LehrerInnen (pdf, 2 Seiten, 128 KB)
LINK: GÖD-Plakat

CIRSmedical: Berichts- und Lernsystem der Österreichischen Ärztekammer

   In der letzten MUW-Betriebsversammlung am 3.12.09 wurde von Frau Dr. Thaler und Fr. Maga. Offenberger von der ÖQMed (einer 100%igen ÖÄK-Tochterges.) das CIRSmedical -”critical incident report system”, ein Fallberichts-und Lernsystem vorgestellt:

Ein Beitrag zur Fehlerkultur im Gesundheitswesen
Im Sinne nachhaltiger Qualitätspolitik in Österreich ist CIRS eine umfassende Lösung zur systematischen Analyse von Zwischenfällen – unkompliziert, universal zugänglich und mit Fokus auf den Vorfall im Speziellen – anstatt auf mögliche Sanktionen für den Einzelnen – und treibt somit Qualität im Gesundheitswesen weiter voran.
Auf der Seite http://www.CIRSmedical.at können Sie sich über die Abläufe und das Securitymanagement sowie die Regelwerke zur Anonymisierung und zur inhaltlichen Prüfung der eingehenden Berichte für die zuständigen MitarbeiterInnen der ÖQMed informieren.
Fälle, die im Rahmen der Strafgerichtsbarkeit abgehandelt werden, sind in diesem System unerlaubt und werden sofort gelöscht.

   Der Anonymisierungsschritt beginnt bereits zu Beginn des Berichtsprocedere, indem die Sender-IP-Adresse abgeschnitten wird und evtl. offene oder versteckte Hinweise auf die Provenienz der Meldung entfernt werden und somit für Identifizierungen, Nachforschungen,  direkte Antworten, und sonstige persönliche Reaktionen nicht mehr zur Verfügung stehen. In einem zweiten Schritt wird vom Serverbetreuer einer Uni in Zürich die Fachgruppe ermittelt, der der anonymisierte Bericht übermittelt wird. Diese Experten haben 2 Wochen Zeit, Lösungen oder Vorsichtsmaßnahmen vorzuschlagen. Danach wird der Bericht freigeschaltet. Hierzu  kann die Gesundheitscommunity Kommentare abgeben, die vor der Freigabe ebenfalls anonymisiert werden.

   In der Diskussion wurde u.a. nach Erfahrungen mit ausländischen Berichtssystemen gefragt. Hier scheinen vor allem (dem Vernehmen nach unbegründete) Vertrauensprobleme zwischen Berichterstattern und Server-/Systembetreuern einem großen Zuspruch im Wege zu stehen. Hierorts will Frau Dr. Esther THALER vertrauensbildend wirken:

Kontakte:
Tel:  +43 1 5125685 – 0,
Fax: +43 1 5125685 – 97  
Email: qualitaet@aerztekammer.at
Internet: http://www.oeqmed.at;
http://www.cirsmedical.at


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