Archiv für Mai 2009

Info für Nachwuchswissenschafterinnen

MUW

Curriculum „schrittweise“ 2009/10 für Nachwuchswissenschafterinnen an der MUW

Laufzeit: Oktober 2009 bis Oktober 2010
Bewerbungen: werden ab sofort bis 15.6.2009 entgegengenommen.
Weitere Infos: http://www.meduniwien.ac.at/gender

Das Programm umfasst 5 Seminare (Stress- und Zeitmanagement, Wissenschaftlich Schreiben und Publizieren, Teamkompetenz und Konfliktmanagement, Projektanträge und Forschungsfinanzierung sowie Selbstpräsentation und Kommunikationsstrategien), die im Laufe von 3 Semestern stattfinden. Zwischen den einzelnen Seminaren gibt es zusätzlich die Möglichkeit, Einzelcoachings in Anspruch zu nehmen.

 Die Abteilung Gender Mainstreaming führt das erfolgreiche Programm „schrittweise – Curriculum für Nachwuchswissenschafterinnen“ im Jahr 2009/10 fort. Junge Frauen, die an der MUW wissenschaftlich tätig sind, haben die Möglichkeit ein Portfolio an Skills zu erwerben, die jenseits der fachlichen Qualifikation entscheidend für eine wissenschaftliche Karriere sind.

Gleichstellung-Frauenförderung-Geschlechterforschung
Mag.a Karoline Rumpfhuber
Medizinische Universität Wien
Spitalgasse 23
1090 Wien
t: +43/1/40160 11408
karoline.rumpfhuber@meduniwien.ac.at
 

Obskurantismus im Wissenschaftsministerium

Die Kritik an Wissenschaftsminister Hahn verstummt nicht. Er hält weiterhin seinen (neuen, geänderten) Entwurf zur Novelle des Universitätsgesetzes 2002 vor den Uni-MitarbeiterInnen geheim. (Link zum ursprünglichen Ministerentwurf – 6/2008).

Die „Presse“ (KARL ETTINGER) berichtet

Das Ministerium könne ja jetzt die tatsächliche Version veröffentlichen – aber offensichtlich wolle man negative Presse während der laufenden ÖH-Wahl vermeiden. Der Ministerentwurf zur UG2002-Novelle wird Anfang Juni von Hahn dem Ministerrat vorgelegt: [....] spätestens aber am 9.Juni, heißt es im Büro Hahn. Bis dahin wird noch koalitionär sowie mit den Rektoren darüber gesprochen.

Es wird über den sogenannten Mittelbau mit Diskussionsverweigerung hinweggegangen, und wie es den Anschein hat, werden die Änderungswünsche zehntausender Uni-MitarbeiterInnen vom Minister ignoriert.
Was tun? – Siehe: Aufruf an die Universitäten.

EU-Arbeitszeitrichtlinie wird nicht geändert!

…Ende April sind die Verhandlungen zwischen dem Europäischen Parlament und dem EU-Rat über eine Neuregelung der Arbeitszeiten in der Europäischen Union im (zweiten) Schlichtungsverfahren (endgültig) gescheitert.  Streitpunkte waren die Definition der Arbeitszeit und vor allem die Opt-out Regelung.
Im Gegensatz zum österreichischen Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetz, das die Bereitschaftsdienste der Spitalsärztinnen und Spitalsärzte in vollem Umfang als Arbeitszeit wertet, beabsichtigten EU-Kommission und EU-Rat, die Bereitschaftsdienste in so genannte „aktive“ und „inaktive Phasen“ zu unterteilen, wobei Letztere nicht als Arbeitszeit gewertet werden sollten.
Die EU-Arbeitszeitrichtlinie 2003/88 wird nicht geändert; der Status quo bleibt aufrecht. Am Arbeitsplatz verbrachte Bereitschaftszeiten bleiben stets Arbeitszeit.

Auch die 65-Stunden/Woche Maximalarbeitszeit (siehe Link) kommt nicht ( – solange sich die Mehrheitsverhältnisse im EU-Parlament nicht ändern).

bitte hier weiterlesen

UG-Novelle muss „Mondscheinforschung“ endlich einstellen

Die Uni-Gesetzesnovelle muss Lehre und Forschung in der Dienstzeit verankern. Arbeitszeit-Höchstgrenzen der ÄrztInnen sind dringend einzuhalten, meint Unfallchirurg Harald Mayer.
Die Zustände an den Medizinischen Universitäten gehören aus Sicht der Bundeskurie Angestellter Ärzte dringend verbessert. „Viele der besten Ärzte verlassen die medizinischen Unis. Schuld sind die unerträglichen Arbeitsbedingungen. Was das auf Dauer für die Gesundheit in Österreich bedeutet, kann sich jeder ausmalen“, erklärte Bundeskurien-Obmann und Vize-Präsident der ÖÄK und Unfallchirurg Harald Mayer am Montag in einer Aussendung. Aus diesem Grund hat die Bundeskurie ihre Vorschläge zur geplanten Novellierung des Universitätsgesetzes Bundesminister Hahn letzte Woche vorgelegt.

Harald Mayer

Harald Mayer

 Dringendste Forderung: Im neuen Universitätsgesetz müsse sichergestellt sein, dass Lehre und Forschung in der Dienstzeit stattfinden. Dafür seien mindestens 40 Prozent der Arbeitszeit zu reservieren. Entsprechende Ressourcen und Räumlichkeiten seien zur Verfügung zu stellen. „Lehre und Forschung gehören zu den Dienstpflichten und dürfen kein Freizeitvergnügen sein“, forderte Mayer. Derzeit fallen jedoch in Wien 81 Prozent des Zeitaufwandes auf die Betreuung der Patienten, für die Forschung bleiben 11 Prozent, für die Lehre nur noch acht Prozent. Und das bei durchschnittlichen Arbeitszeiten von 70 Stunden, wobei viele Ärzte mehr als die erlaubte Höchstarbeitszeit von 72 Stunden in der Woche leisten.

bitte hier weiterlesen

Minister Hahn: „200 Medizin Studierende mehr sind leicht zu verkraften“

Minister Hahn

Minister Hahn

Niemand weiß, wie Hahn sich die Erhöhung der jährlichen MedizinstudentInnenzahlen ohne Besserung der Rahmenbedingungen vorstellt.

U.a. sprach Hahn noch im Budget-Unterausschuss zu Wissenschaft und Forschung (7.5.2009)  über den zu hohen Klinischen Mehraufwand, mit dem das Forschungsbudget die Krankenhausträger querfinanziere, und über die Frauenquote.

Abermals wurde die Frage einer vierten Medizinuniversität angesprochen. Dazu stellte der Bundesminister fest, laut aktueller Einschätzung, die auf drei umfangreichen Studien basiert, sei von einem durchschnittlichen Bedarf von zusätzlich 1.000 Ärzten im Jahr  auszugehen. Das bedeute, dass die derzeitigen 1.350 Ausbildungsplätze  für HumanmedizinerInnen und die 150 Ausbildungsplätze für ZahnmedizinerInnen ausreichend seien. Eine angedachte, moderate Anhebung  der Ausbildungsplätze für HumanmedizinerInnen um 200 Studierende könnten die bestehenden drei Medizinuniversitäten verkraften. Sollte sich die Notwendigkeit einer weiteren  Medizinuniversität ergeben, dann stehe Linz an erster Stelle.

Bitte hier weiterlesen zur Frauenquote und zum Klinischen Mehraufwand

Angestellte Ärztinnen und Ärzte aufgerieben zwischen Anforderungen der Universitäten und Spitalsbetreiber

Presseaussendung von der Tagung der Betriebsräte für das wissenschaftliche Personal der Medizinischen Universitäten Österreichs (11.5.2009):

Die Mangelfinanzierung des Gesundheitswesens führt dazu, dass Ärztinnen und Ärzte der Med-Unis fast ausschließlich zur PatientInnenenversorgung eingesetzt werden. Für die universitären Kernaufgaben in Forschung und Lehre bleibt zu wenig Zeit.

Die Ärztinnen und Ärzte werden zwischen den Anforderungen der Universitäten in Forschung und Lehre und den Anforderungen der Spitalsbetreiber aufgerieben.

Ärzte und Ärztinnen an den Uni-Kliniken arbeiten durchschnittlich 70 Stunden pro Woche.

Mit diesem Ausmaß an PatientInnenversorgung ist es nicht einmal möglich, das Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetz einzuhalten. Das beweisen eindrucksvoll die mehrfachen Strafanträge der Arbeitsinspektorate.

Die Betriebsräte fordern ausreichend Mittel für die unbedingt benötigte ärztliche Personalaufstockung an den Medizinischen Universitäten.

Die Betriebsratsvorsitzenden

Univ.Prof. Dr. Regina Gatternig, MU Graz
Univ.Prof. Dr. Thomas Szekeres, MU Wien
Univ.Prof. Dr. Martin Tiefenthaler, MU Innsbruck

Massive Probleme im AKH

Ärztliche Arbeitszeiten müssen eingehalten werden

Wien (OTS) – „Im Wiener AKH fehlen 150 Ärztinnen und Ärzte.“  Vorallem die Fächer Anästhesie, Kinderchirurgie und Neurochirurgie seien davon massiv betroffen. Darauf weist der Präsident der Ärztekammer für  Wien, Walter Dorner, im Rahmen der heutigen Pressekonferenz zum Auftakt der Imagekampagne „Die Wiener Spitalsärzte sind immer für Sie da“ hin [z.B.: Hörspot 1, Hörspot 2; je 15 Sek. Dauer]. Diesbezügliche Forderungen nach einer Aufstockung des ärztlichen Personals, auch seitens des Betriebsrats, seien bislang erfolglos geblieben. 
Dorner sieht in der Personalknappheit auch den Grund dafür, dass es speziell im Wiener AKH immer wieder zu überlangen Ärztearbeitszeiten komme. Hier sei der Bund gefordert, die nötigen finanziellen Mittel bereitzustellen, um „diese für eine Medizinweltstadt Wien absolut unwürdige Situation raschest zu beenden“.

Dorner verweist auf diesbezüglich erfolgreiche Bemühungen der anderen Wiener Spitäler hinsichtlich der Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes. In diesem Sinne hätten auch die vielen Patientinnen und Patienten des AKH das Recht, von ausgeruhten Ärztinnen und Ärzten betreut zu werden, so Dorner abschließend. (hpp)

Bis zu 100 Stunden wöchentlich im Dienst

Eine Studie des Instituts für Empirische Sozialforschung (IFES) belegt recht eindrucksvoll die schlechten Arbeitsbedingungen für Spitalsärzte. „Wir laufen Gefahr, dass immer weniger Medizinabsolventen eine Karriere im Spital anstreben“, befürchtet Thomas Szekeres, Obmann der Kurie angestellte Ärzte und Vizepräsident der Ärztekammer für Wien.

bitte hier weiterlesen

Der Uni-Kollektivvertrag wörtlich

Der Text des am 5. Mai 2009 von den Vertragspartnern  -  Dachverband der Universitäten und Gewerkschaft Öffentlicher Dienst  -   unterzeichneten, und am 1. Okt. 2009 in Kraft tretenden Kollektivvertrags (in den Abbildungen zum Herunterladen anklickbar):

„Kollektivvertrag für die ArbeitnehmerInnen der Universitäten“


und „Zusatz-Kollektivvertrag für die Altersvorsorge“

 KV_Uni_2009KV_Uni_ZusatzKV_2009

 

 

 

 

 

 

Rezente Kommentare wurden bereits in den folgenden Links publiziert:

Uni-Kollektivvertrag von Vertragspartnern soeben unterschrieben

Heutige Presseaussendung der Universitäten-Konferenz, UNIKO, ehem. Rektorenkonferenz:

Nach mehr als sechsjährigen Verhandlungen wurde am Dienstag, 5.5.09, im Wiener Palais Strudlhof der neue Uni-KV von den Spitzenvertretern des Dachverbandes der Universitäten und der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst feierlich unterzeichnet. Der scheidende Vorsitzende des Dachverbands, Ardelt, bedankte sich bei allen Beteiligten für das Zustandekommen des KV, der eine neue Grundlage für die Pesonalentwicklung an den Universitäten bringt [...]

Universitäts-Kollektivvertrag unterzeichnet.Ardelt Gloss und Gruppe-nach KV-Unterzeichnung

 

 

 

 

Link: Text der UNIKO-Presseaussendung
Link: Zur Fotogalerie von Niko Formanek
Link: KV-Effekt auf MitarbeiterInnen-Gehälter
Link: Gewerkschaftskommentar zum Uni-KV

TETANUS – GRATIS – IMPFAKTION

Es freut uns, Ihnen mitteilen zu dürfen, dass der Betriebsrat für die Bediensteten der Medizinischen Universität Wien eine Gratisimpfaktion für Tetanus organisiert, zusammen mit dem Institut f. Spez. Prophylaxe u. Tropenmedizin; Institutsleitung: Prof. Dr. U. Wiedermann-Schmidt.

Folgende Möglichkeiten bestehen:

  1. Impfung für alle Ungeimpften (nie geimpft oder keine Impfdokumentation vorhanden)
  2. Auffrischungsimpfung (<60 Jahre: Intervall alle 10 Jahre; >60 Jahre: Intervall alle 5 Jahre)

Folgende Kombinationsimpfstoffe werden angeboten:

  1. Di – Tet – Keuchhusten
  2. Di – Tet – Keuchhusten – Polio (in Abhängigkeit von vorliegender Impfdokumentation)

Zu ANMELDUNG und IMPFTERMINEN bitte hier weiterlesen

ARBEITERKAMMER-WAHLEN

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

auch an der Medizinischen Universität Wien wurde für die Arbeiterkammerwahl ein eigener Wahlsprengel eingerichtet.
Hier können Sie abfragen, ob Sie wahlberechtigt sind:
https://www.akwahl2009.at/ows/servlet/9/content?id=2

Es gibt folgende Wahlzeiten:

Für die Bediensteten der MUW  mit Ausnahme der Standorte Bernhard Gottlieb Universitätszahnklinik und der Max F. Perutz Laboratories:

Zeit:Arbeiterkammer Wahlen 2009
6.5.2009         8.00-17.00 Uhr
14.5.2009       8.00-17.00 Uhr
15.5.2009       8.00-13.00 Uhr
Ort: Büro des Betriebsrates, 1090 Wien, Spitalgasse 23, BT 88, Ebene 2, Gang 500A,
Siehe LAGEPLAN: Hier klicken

Zeit:
12.5.2009        8.00-17.00 Uhr
Ort: Institut für Physiologie, 1090 Wien, Schwarzspanierstraße 17, 1. Stock, Raum M2


Für die Bediensteten des Standortes Bernhard Gottlieb Universitätszahnklinik:

Zeit:
12.5.2009         8.00-12.00 Uhr
Ort: Seminarraum der Zahnerhaltung, 1090 Wien, Währinger Straße 25a


Für die Bediensteten des Standortes der Max F. Perutz Laboratories:

Zeit:
7.5.2009         11.00-17.00 Uhr
11.5.2009         9.00-15.00 Uhr
Ort: Seminarraum Ebene 5, 1030 Wien, Dr. Bohrgasse 9

Zur WAHLBERECHTIGUNG bitte hier weiterlesen

Ab Oktober 09: Sofort-Effekte des Uni-Kollektivvtrags auf Gehälter der wissenschaftlichen MUW-MitarbeiterInnen

Insbesondere die neueren MUW-Angestellten werden  durch eine Abflachung der Gehaltsprogressionskurve im (voraussichtlich am 5. Mai 09 unterschriebenen und) ab 1. Oktober 09 umzusetzenden KV sofort profitieren.

  • 5% mehr Gehalt bekommen neu und rezent (0-3 Jahre) Angestellte.
  • Mehr als 3 Jahre in Ausbildung zum(r) Facharzt/Fachärztin stehende KollegInnen erhalten eine Gehaltserhöhung um mehr als 21%.

Die im Januar 09 vorab valorisierte Version des KV ist hier downzuloaden (s. §§ 48 und 49, sowie §§ 67 bis 69). Die redaktionell freigegebene, offizielle KV-Version wird erst nach Unterschriftleistung in der nächsten Woche, frühestens ab 5. Mai 09, auf der Gewerkschaftshomepage lesbar sein.

Nichtärztliche wissenschaftliche MUW-MitarbeiterInnen werden nach Aussagen des Rektorats keinen finanziellen Nachteil gegenüber den äztlichen MitarbeiterInnen im Grundgehalt haben.

Es war immer das Bestreben des Betriebsrats und der Gewerkschaft alle Basislöhne anzuheben um mehr Entlohnungsgerechtigkeit zu bewirken und die Notwendigkeit von Nebenbeschäftigungen zu reduzieren.


Das MUWeblog

wird als Info-Blog vom Betriebsrat der Medizinischen Universität Wien für alle MitarbeiterInnen des wissenschaftlichen Personals betrieben.

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