Archiv für September 2008

Abgeltung sämtlicher erbrachter Arbeitsleistungen…

fordert u.a. die Arbeitsgemeinschaft der Ärztinnen und Ärzte im ÖGB (ARGE ÄrztInnen).
In einen Forderungskatalog an die künftige Bundesregierung stellt die „ARGE ÄrztInnen“ auch:

  • die verbesserten Rahmenbedingungen zur Arbeitssituation der angestellten ÄrztInnen, um die Gesundheit und Lebensqualität der Ärzte und Ärztinnen nicht zu gefährden
  • die Postdoc-Situation der auszubildenden ÄrztInnen
  • Pflichtversicherung statt Versicherungspflicht
  • die Sicherung des Gesundheitssystems etc.

 Hier klicken, um den ganzen Forderungskatalog zu lesen.

 

 

 

 

 

 Link auf der ÖGB-Homepage:

http://www.oegb.at/servlet/ContentServer?pagename=OEGBZ/Page/OEGBZ_Index&n=OEGBZ_Suche.a&
cid=1221302629382

Belohnung für Engagement in Forschung

DerStandard berichtet über Forschungsanreiz: 

Die Universität Wien führt ein persönliches Anreizmodell für die Einwerbung von Drittmittel ein.

 Jene Professoren, die Geld für ein Forschungsprojekt lukrieren, das nicht vom zuständigen Ministerium kommt, sollen dafür nun belohnt werden. Mit Beginn des neuen Studienjahres erhält jeder Wissenschafter der Uni Wien, rückwirkend ab Jahresbeginn, drei Prozent der Projektsumme als Gehaltsbestandteil, erklärte der Vizerektor für Forschung, Heinz Engl, im Gespräch mit der APA. „Das ist zwar nicht viel, soll aber als Anreiz psychologisch wirksam sein und die Wichtigkeit und Wertschätzung für das Engagement der Forscher zeigen“, sagte Engl. So erhält etwa ein Forscher der Uni Wien, der beim Wissenschaftsfonds FWF ein Projekt mit einer Fördersumme von 100.000 Euro über drei Jahre einwirbt, 3.000 Euro über diesen Zeitraum mit dem Gehalt ausbezahlt.

Die Med Uni Graz zahlt bereits Prämie.

An der Medizinischen Universität Graz werden bereits seit 2004 Forscher für ihr Engagement bei der Einwerbung von Drittmittel belohnt. Für alle evaluierten eingeworbenen Projekte, also etwa vom Wissenschaftsfonds FWF oder aus EU-Rahmenprogrammen, werden zwischen fünf und zehn Prozent der Projektsumme als Prämie an die erfolgreichen Wissenschafter bezahlt, erklärte eine Sprecherin der Med-Uni Graz der APA.

Ohne Ressourcenvermehrung keine Lehrqualität

Im neuen Studienplan hat eine überwiegende praktische und in Kleingruppen organisierte neue Ärzteausbildung zu einer wesentlichen Abnahme der Studienabbrüche, Verkürzung der Studiendauer und zur Verbesserung der Qualifikation der Jungärzte/innen geführt. Eine massive Erhöhung der Studierenden wird unweigerlich zu einer Verschlechterung der Ausbildungsqualität führen, wenn nicht alle notwendigen personellen, räumlichen und finanziellen Voraussetzungen neu dafür geschaffen werden.
Gleichzeitig würden sich die Arbeitsbedingungen des Universitätspersonals nachhaltig verschlechtern.

meinen die Betriebsräte der MUs Wien, Graz und Innsbruck.

weiterlesen ‘Ohne Ressourcenvermehrung keine Lehrqualität’

900 StudentInnen mehr an MUW, MUI und MUG – ab 2011?

DerStandard.at berichtet:

Auf wenig Gegenliebe stoßen jüngste Vorschläge von SPÖ, FPÖ und Grünen, den Zugang zum Medizinstudium zwar nicht völlig freizugeben, dafür aber die Anfängerplätze drastisch aufzustocken – von derzeit 1.500 auf 2.400 bis zum Wintersemester 2011. Für den Vizerektor der Medizin-Uni Wien, Rudolf Mallinger, wären für die Umsetzung der Vorschläge „zwei bis drei neue Unis“ nötig. Und auch das wäre „nicht in drei Jahren“ zu bewältigen, so Mallinger gegenüber der APA.

Ganzen Zeitungsartikel lesen...

Zur Stellungnahme der Rektoren der 3 Medizin. Universitäten

Plötzlicher Tod – Keine Ursachenklärung

Um 1600 Tote weniger obduziert: Gerichtsmediziner ziehen nach einem Jahr eine alarmierende Bilanz im Umgang mit Sterbefällen, schreibt Der Kurier. Nach Schließung der Gerichtsmedizin wäre es zynisch, zu sagen, der Sparplan hätte gegriffen.

Prof. Christian Reiter ist überzeugt:
„Dadurch sind zumindest 100 Verdachtsfälle auf Fremdverschulden nicht als solche erkannt worden, geschweige denn, dass sich jemand näher damit beschäftigt hat.“

Siehe auch Artikel „Wien ohne Gerichtsmedizin“

Wien, ein Paradies für Giftmörder?“ und  Zeit, Online“

„Sofortige Finanzierung des Uni-Kollektivvertrags“ von Minister Hahn gefordert, denn…

„Wir finden keine ÄrztInnen mehr, die an den Unikliniken arbeiten wollen“

Aufgrund des Platzens der Regierung ist die Umsetzung des bereits ausgehandelten Kollektivvertrages für die Österreichischen Universitäten in weite Ferne gerückt.
Die Betriebsräte der Medizinischen Universitäten fordern die scheidende Regierung noch einmal zur Arbeit auf:
Seit 2004 gilt das neue Universitätsgesetz, die Universitäten wurden in die „Autonomie“ entlassen. Inzwischen sind mehr als 4 Jahre vergangen und die Universitäten haben noch immer keinen
Kollektivvertrag, der Gehälter und Karrieremöglichkeiten festschreiben würde. Die Umsetzung dieses Vertrages scheitert am Geld- trotz mehrfacher Lippenbekenntnisse, haben weder Wissenschafts-
noch Finanzminister die benötigten Gelder zur Verfügung gestellt.
Die Konsequenz ist gravierend. Die Arbeitsbedingungen an unseren Medizinischen Universitäten sind so unattraktiv geworden, dass wir in vielen Bereichen keinen Nachwuchs mehr finden. „Erstmals kommt es gehäuft vor, dass sich nur mehr sehr wenige, oft nur einzelne Bewerber für ausgeschriebene Stellen an unserer Universität bewerben“, so Prof. Thomas Szekeres der Vorsitzende des Betriebsrates
an der Med. Uni Wien. Dies ist ein Alarmsignal und sollte von den verantwortlichen Politikern auch als solches gewertet werden. Unsere Universitäten verlieren für hoch qualifizierte Bewerber jede
Attraktivität; es ist kurzfristig mit einem Qualitätsverlust zu rechnen. Keine qualifizierte Lehre, Forschung und Patientenbehandlung mehr an den Medizinischen Universitäten wird zwangsläufig die Folge sein.

Der Kollektivvertrag würde höhere Einstiegsgehälter und bei Qualifikation die Möglichkeit einer Karriere eröffnen; nur so wäre es, wenn überhaupt, möglich talentierte Jungwissenschafter oder
ausgebildete Fachleute an die Universitäten zu bringen und dort zu halten.

„Wenn wir den derzeitigen Weg des Einsparens und Ausquetschens der Beschäftigten weiter gehen, wird es bald in Österreich keine Spitzenmedizin mehr geben“ so Prof. Martin Tiefenthaler, der
Vorsitzende des Betriebsrates an der Med. Uni. Innsbruck.

In das gleiche Horn bläst auch Prof. Gerhard Schuhmann, der die Grazer Sicht der Situation wiedergibt: „Die Ausbeutung der MitarbeiterInnen muss ein Ende haben, denn die Konsequenz ist ein Kahlschlag mit dem Verlust der besten Köpfe.“

Der Appell an die scheidende Regierung: Übernehmen Sie noch ein wenig Verantwortung, auch wenn Neuwahlen sind, und geben Sie die zugesagten Mittel für den Kollektivvertrag der Universitäten frei!

 (APA, ots) Die Betriebsratsvorsitzenden des wissenschaftl. Personals der MU Wien, MU Innsbruck und MU Graz
Th. Szekeres,
M. Tiefenthaler,
G. Schuhmann


Das MUWeblog

wird als Info-Blog vom Betriebsrat der Medizinischen Universität Wien für alle MitarbeiterInnen des wissenschaftlichen Personals betrieben.

Email-Newsletter

Ich möchte Einträge dieses Blogs per Email abonnieren.

Anti-Mobbing Netzwerk

Anti Mobbing Netzwerk

Beschlagwortung. — Alle Artikel über:

Erste Bank

Erste Bank

Blog Statistik

  • 21,815 Aufrufe

Artikelansicht per Datum

September 2008
M D M D F S S
« Aug   Okt »
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
2930