“Alles gerettet!”

Die Effekte der historisch gewachsenen mangelhaften Zusammenarbeit zwischen MUW und Bund sowie AKH und Gemeinde auf die MitarbeiterInnen bestehen u.a. in:

  • Krankenanstalten – Arbeitszeit – Gesetz (KAAZG) – Überschreitungen,
  • fehlendem Zeitbudget für Forschung und
  • oft erschöpfend pausenlosem Einsatz für die PatientInnen des AKH.

Bei chronischer Überbelastung mit klinischer Routine-Arbeit weit über die Normalarbeitszeit hinaus, können Sie Ihre Karriere oft nicht wie geplant durchziehen.
Weiters wird die Realisierung der  minder reflektierten “Gesundheits”-Reform, ohne das lang überfällige Aufstocken des Personalstands nur weitere Belastungen für AKH-AmbulanzärztInnen bringen.

Die fehlende Korrekturmöglichkeit dieser Situation durch Vorgesetzte und KlinikchefInnen wirkt sich auf Arbeitsbedingungen und -atmosphäre ebenso negativ aus wie auf die Attraktivität von freien Planstellen: es gibt bereits spürbar weniger Bewerbungen um freie MUW-Posten.

Die Problemlösungen können nur in raschen, Verantwortung wahrnehmenden Gesprächen der Institutionen Gemeinde/AKH und Bund/MUW-Rektorat und deren Rechts- und WirtschaftsexpertInnen sowie unter Einbeziehung der betroffenen ArbeitnehmerInnenvertreter gefunden werden.
Das Warten auf endgültige Urteile der obersten Gerichtshöfe zu den im Prozessablauf befindlichen hunderttausende EURO-schweren Anzeigen des Arbeitsinspektors bezüglich KAAZG-Überschreitungen im AKH ist absolut verlorene Zeit (3-5 Jahre), bringt aber Juristen ein gesichertes Einkommen. Die Probleme werden zu Lasten der MitarbeiterInnen so nicht gelöst.

Auch die angekündigte Gesetzgebung, die die Mitverantwortung des Krankenanstaltenverbunds, des Krankenhaus- Managements und/oder der Gemeinde an den oben beschriebenen Mängeln juristisch festmachen soll, kommtGenerationen zu spät.
Wenn nämlich bisher etwas gerettet wird, dann nur, dass sich die verantwortlichen Polit-Akteure vor der Lösung der Probleme in die Pension retten. Was aber zählt, ist die aktive, zielstrebige Einigung auf politischer Ebene, den katastrophalen Mängeln ein Ende zu bereiten.


Eine Glosse von K. Heimberger

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