TENDENZIÖSE FIKTION über Betriebsräte in der Tagespresse

Andreas Unterberger schreibt in der Wiener Zeitung vom 27.5.08:

…Josef Broukal hat absolut recht: Er vergleicht die Mitbestimmung von Universitäts-Betriebsräten mit den Agrarsubventionen; während diese der ÖVP am Herzen liegen, ist jene der SPÖ äußerst wichtig. Die Ähnlichkeit geht sogar noch weiter, als es Broukal recht sein wird: Beide Konstruktionen sind anachronistisch, für den Steuerzahler teuer und schädlich. Agrarsubventionen behindern den Aufbau der Landwirtschaft in der Dritten Welt; Mitsprache von Betriebsräten schaden der Qualität unserer Unis in Sachen Forschung und Lehre.

                           ———————————————-

Betriebsrat verweist Unterbergers „polit. Tagebuch“ in die Reihe der Traumbücher:

Sehr geehrter Herr Dr. Unterberger,

Sie behaupten in der heutigen Ausgabe der Wiener Zeitung, :

„Mitsprache von Betriebsräten schaden der Qualität unserer Unis in Sachen Forschung und Lehre.“
Leider fehlt in Ihrem Kommentar jegliche Begründung für diese Aussage.
Als Vorsitzender des Betriebrates des wissenschaftlichen Personals der größten Medizinischen Universität unseres Landes und Vertreter von 3000 wissenschaftlichen MitarbeiterInnen muß ich Ihrer Beurteilung widersprechen. Wir vertreten die Leistungserbringer der Universität. Dies spiegelt sich auch in den Budgetzahlen wieder, ein Großteil des Budgets sind Personalkosten, weshalb es unserer Meinung nach wichtig ist, die Arbeitsbedingungen so zu gestalten, daß es gelingt die international besten Mitarbeiterinnen zu bekommen bzw. an den Universitäten zu halten. Leider ist dies immer weniger möglich, weshalb Anreizsysteme, Karrieremöglichkeiten und entsprechendes Umfeld notwendig sind, um den hohen Standard unserer Universitäten zu erhalten.
Eine Mitbestimmung in Form eines Stimmrechtes im Universitätsrat würde helfen die verantwortlichen Aufsichtsräte zu sensibilisieren und die Ausrichtung der Universitäten entsprechend zu beeinflußen.
Wieso dies der Qualität der Universiäten schaden soll ist mir nicht klar.

Mit freundlichen Grüßen
Ao. Univ. Prof. Dr. Thomas Szekeres, Ph.D.
Facharzt für Med. & Chem. Labordiagnostik
Vorsitzender des Betriebsrates des wiss. Personals an der Med. Uni. Wien

-br-

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