Archiv für Februar 2008

Unis als „Wettbewerbsfähige Zugpferde“

Wissenschaftsministerium vergibt zusätzlich 50 Millionen Euro für Forschungsinfrastruktur und VorziehprofessurenWien – „Wir lassen uns von der allgemeinen politischen Großwetterlage nicht anstecken und arbeiten unverdrossen weiter“, mit diesen Worten begrüßte Wissenschaftsminister Johannes Hahn heute Mittwoch Infrastrukturprojekte vor JournalistInnen anlässlich einer Pressekonferenz.

Unter dem Motto „Universitäten – Neue Zugpferde für die Wettbewerbsfähigkeit“ verkündete Hahn die Jubelmeldung: 50 Mio. Euro für die Profilbildung der Universitäten sind in der neuen Runde des Programms „Forschungsinfrastruktur und Vorziehprofessuren 2007/08″ vergeben worden.
weiterlesen ‘Unis als „Wettbewerbsfähige Zugpferde“’

ELITE-UNI STANFORD

Studiengebühren erst ab 100.000 Dollar Familieneinkommen

Von Jochen Leffers

Die nobelsten US-Hochschulen schröpfen ihre Studenten gnadenlos – bisher.
Die Uni Stanford macht jetzt einen radikalen Schnitt: Sie streicht bei einem
Familieneinkommen unter 100.000 Dollar pro Jahr sämtliche Studiengebühren.

An amerikanischen Universitäten nimmt sich aus deutscher Perspektive manches
gigantisch aus, die Studentenzahlen aber nicht. Drei der besten
US-Hochschulen, die weltweit einen Ruf wie Donnerhall haben, wirken
vergleichsweise zierlich und überschaubar: Harvard kommt auf gut 20.000
Studenten, in Stanford sind es knapp 15.000, in Yale gar nur rund 11.000,
Doktoranden schon eingerechnet. Dagegen sind die großen deutschen
Universitäten in München, Berlin, Köln oder Münster mit jeweils über 40.000
Studenten echte Mammuts.

Stanford: Edel-Uni entdeckt ihr Herz für Arme

weiterlesen ‘ELITE-UNI STANFORD’

Anmeldungen: Stärkerer Ansturm auf die Medizin-Unis

Die Zahl der Voranmeldungen für das Medizin-Studium sind um 13 Prozent gestiegen.

WIEN (red.). Der Reiz eines Medizinstudiums ist trotz des Eignungstests EMS ungebrochen, wie die aktuellen Anmeldungszahlen belegen. Für das Aufnahmeverfahren am 4. Juli haben sich an den drei medizinischen Universitäten Wien, Graz und Innsbruck 9380 Interessenten angemeldet. Das entspricht gegenüber den Zahlen des Vorjahres, als 8270 Anmeldungen registriert wurden, einem Plus von mehr als 13 Prozent. Die Zahl der zur Verfügung stehenden Studienplätze ist mit 1500 Anfängerplätzen für alle drei Medizin-Unis zusammen hingegen unverändert geblieben.

Genau sind das in Wien 740 (wobei 80 davon für Zahnmediziner reserviert sind), in Innsbruck 400 (40 Zahnmedizin) und in Graz 360 (24 Zahnmedizin). Insgesamt sind 75 Prozent der Plätze für Bewerber mit österreichischem Maturazeugnis reserviert, 20 Prozent für EU-Bürger und fünf Prozent für Bürger von Nicht-EU-Staaten. Diesmal kommen von den 9380 Bewerbern 58,7 Prozent aus Österreich und 36,7 aus Deutschland, was aber keine Veränderung im Vergleich zur Aufteilung im Vorjahr bedeutet.

Ein Aufsichtsrat für Universitäten

Der Uni-Rat ist das „strategische Organ“ der Uni.

Das Universitätsgesetz 2002 installierte eine Trias, die die autonomen Unis leiten soll. Neben Rektorat und Senat ist der Universitätsrat das „strategische Organ“ der Uni, eine Art „Aufsichtsrat“. Er besteht aus fünf, sieben oder neun Mitgliedern (festgelegt vom Gründungskonvent), „die in verantwortungsvollen Positionen in der Gesellschaft, insbesondere der Wissenschaft, Kultur oder Wirtschaft, tätig sind oder waren und aufgrund ihrer hervorragenden Kenntnisse und Erfahrungen einen Beitrag zur Erreichung der Ziele und Aufgaben der Universität leisten können“.

Je zwei, drei oder vier Personen werden von Senat und Regierung für fünf Jahre (eine Wiederwahl ist erlaubt) nominiert, diese Gruppe wählt ein weiteres Mitglied. Uni-Räte erhalten eine „Vergütung, die vom Universitätsrat festzusetzen ist“, die Palette reicht von null bis 30.000 Euro pro Kopf und Jahr an der Med-Uni Wien.

Der Uni-Rat hat bei der Wahl bzw. Wiederwahl des Rektors die Schlüsselrolle. Er wählt aus einem Dreiervorschlag des Senats, schließt den Arbeitsvertrag ab und bestimmt über eine Absetzung.

Keine Ungleichheit Männer/Frauen bei UniRat-Zusammensetzungen

MEDUNI GRAZ: (sieben statt bisher neun Mitglieder): Reinhard Krepler (neu), Joseph Marko (neu), Georg Bretthauer, URSULA SCHNEIDER (neu), CATTINA MARIA LEITNER (neu), MICHAELA MORITZ (neu)

MEDUNI WIEN: Rudi Klausnitzer (neu), Johannes Strohmayer, ELISABETH HAGEN (neu), ERHARD BUSEK (neu)

MEDUNI INNSBRUCK: Christiane Druml (neu), Christoph Huber (neu), Stephan Laske, GÜNTHER BONN, FREYJA-MARIA SMOLLE-JÜTTNER, GABRIELE FISCHER

IN BLOCKBUCHSTABEN: von Regierung ernannt,

in Schreibschrift: vom Senat gewählt.

Ederer steht für keinen Uni-Rat zur Verfügung

Inoffiziell soll die Siemens-Managerin keine Lust auf diese Aufgabe haben

 Wien – Siemens-Österreich-Chefin Brigitte Ederer steht nach ihrem Absprung aus dem Uni-Rat der Medizin-Uni Wien, wo sie die Regierung am liebsten als Aufsichtsrätin gesehen hätte, nun für überhaupt keinen Uni-Rat mehr zur Verfügung, auch an keiner anderen Uni, teilte ihr Sprecher dem Standard mit. Offiziell, „weil der derzeitige Konzernumbau von Siemens Österreich all ihre Aufmerksamkeit und Energie bindet“. Tatsächlich aber dürfte die Top-Managerin schlicht keine Lust haben, in die schon im Vorfeld heraufdräuenden (standes-)politischen Geplänkel an der Medizin-Uni Wien hineingezogen zu werden.

Auch Raiffeisen-Generalanwalt Christian Konrad will nicht an die Med-Uni. Sein Kommentar: „Kein Kommentar.“

(nim/DER STANDARD Printausgabe, 15. Februar 2008)

Ederer und Konrad springen aus Med-Uni-Rat ab

Lisa Nimmervoll

Wien – Kaum waren sie als Uni-Räte für die Medizin-Uni Wien nominiert (der Standard
berichtete am Dienstag), sind sie auch schon wieder zurückgetreten von ihrem Amt, in
das sie großkoalitionär fein austariert entsandt werden sollten:
Siemens-Österreich-Chefin Brigitte Ederer für die SPÖ und Raiffeisen-Generalanwalt
Christian Konrad für die ÖVP wollen nicht Teil des Aufsichtsgremiums der Medizin-Uni
Wien sein.

Wie der Standard erfuhr, sind beide Topmanager abgesprungen. Möglich, dass sie nun
als Uni-Räte in andere Unis geschickt werden. Dass die zwei Hochkaräter gerade für
die Medizin-Uni Wien vorgesehen waren, ist kein Zufall, gilt sie den politisch damit
Befassten, wie es ein Insider im vertraulichen Gespräch formuliert, doch als
problematisches „Montagsmodell des Uni-Gesetzes„. Der UniRat  (§21 UG2002) hat die kleinstmögliche
Größe (fünf Mitglieder, andere Unis haben sieben oder neun), die höchste,
selbstfestgelegte „Vergütung“ (30.000 Euro pro Person und Jahr, andere Uni-Räte
arbeiten gratis) und umstrittene interne Querverbindungen zwischen Med-Uni, AKH und
Privatfirmen.

Darum wollte die Politik ein besonders durchschlagskräftiges UniRats-Duo – und
provozierte prompt Widerstand im Hintergrund, die Ärztekammer soll bereits Proteste
gegen die beiden Uni-Räte vorbereitet haben. Ederers „Achillesferse“: Siemens ist
einer der größten Medizinprodukte-Anbieter, Konrad wiederum ist Siemens-Aufsichtsrat
und über Raiffeisens Uniqa-Kooperation auch am Privatversicherungsgeschäft
beteiligt.

Ederer und Konrad im Uni-Rat der Med-Uni Wien

Zwei Namen der Liste vor Bekanntgabe durchgesickert
Wien – Zwei prominente Neuzugänge aus der Riege der von der Regierung nominierten Uni-Räte sind bereits vor der offiziellen Bekanntgabe der kompletten Liste durchgesickert. Wie der Standard erfuhr, wird der Uni-Rat der Medizin-Uni Wien großkoalitionär fein austariert mit der Generaldirektorin von Siemens-Österreich, Brigitte Ederer, und Raiffeisen-Generalanwalt Christian Konrad besetzt. Mit den beiden vom Med-Uni-Senat gewählten Uni-Räten – Investmentbanker Johannes Strohmayer und Medienexperte Rudolf Klausnitzer – werden die zwei Regierungskandidaten ein fünftes Ratsmitglied gemeinsam bestimmen.

Uni-Räte: Schmieds Liste: 26 Frauen, kein Mann

ERICH WITZMANN (Die Presse)

Am Mittwoch soll der Ministerrat die von der Regierung entsandten Mitglieder für das Aufsichtsgremium nominieren. SPÖ und ÖVP stellen ihre Kandidaten getrennt auf.


WIEN. Der Appell von Industriellenpräsident Veit Sorger blieb ungehört. Bei der Besetzung der von der Bundesregierung nominierten Mitglieder sollten SPÖ und ÖVP zuerst ein Anforderungsprofil erstellen und dann – unter Verzicht auf klingende Parteinamen – die besten Köpfe wählen, so Veit Sorger in der vergangenen Woche. Es kam (nicht unerwartet) anders: Zwar muss Wissenschaftsminister Johannes Hahn (ÖVP) die Liste dem Ministerrat präsentieren. Damit sie dort aber die Genehmigung aller findet, wurde Hahn beauftragt, mit Unterrichtsministerin Claudia Schmied, SPÖ, die Namen auszuhandeln. Am Mittwoch dieser Woche soll Hahn diese Liste dem Ministerrat zur Genehmigung vorlegen.

Schmied verzichtete aber auf ein Gespräch und preschte schon vor zwei Wochen mit der Meldung vor, dass sie „ihre“ Liste bereits komplett erstellt habe und dass sich ausschließlich Frauen auf dieser befinden. Unter den ersten Namen, die Schmied veröffentlichte, befinden sich die Politikwissenschafterin Eva Kreisky und die Siemens-Austria-Chefin Brigitte Ederer – äußerst kompetent und auch klar der SPÖ zuzuordnen. Auch die frühere Wiener SPÖ-Kulturstadträtin Ursula Pasterk soll dem Vernehmen nach zur Ehre einer Uni-Rätin kommen.

weiterlesen ‘Uni-Räte: Schmieds Liste: 26 Frauen, kein Mann’

„Höhere Stipendien statt halbe Studiengebühren“

Rektoren-Chef Badelt warnt im STANDARD-Interview vor dramatischen Folgen für Unis und kritisiert „Denkfehler“ Hahns


Christoph Badelt, Chef der Rektoren, über Minister Hahns „Denkfehler“ beim Teilzeitstudium, und wer die Rechnung dafür zahlen müsste: Die Studierenden selbst. Mit ihm sprach Lisa Nimmervoll.

***

STANDARD Sie waren ja nicht gerade begeistert, als Wissenschaftsminister Johannes Hahn (ÖVP) seine Idee für halbierte Studiengebühren für berufstätige Studierende erneuerte. Dabei fordern Sie schon lang ein Teilzeitstudium. Woran hakt Hahns Modell?

Badelt: Dieser Vorschlag hat den von den Universitäten gemachten so verkürzt und verkehrt, dass er sich als Bumerang für die Unis erweist.

STANDARD: Weil die Unis dadurch viel Geld verlieren würden. Immerhin arbeiten 42 Prozent der Studierenden permanent, 18 Prozent gelegentlich.

Badelt: Wie viele Berufstätige auch immer das Angebot annehmen würden – die Einkommensausfälle wären massiv. Es müsste zu ganz dramatischen Verschlechterungen in der personellen Ausstattung kommen und daher zu einer Verschlechterung der Lehrqualität.

STANDARD: Welche Folgen hätte der Studiengebührenausfall für die Unis?

Badelt: Wir schätzen an der WU einen jährlichen Einkommensausfall von vier bis fünf Millionen Euro, die Universität Wien würde pro Jahr 16 Millionen verlieren. Wenn man eine Professorenstelle mit 120.000 Euro ansetzt, sieht man, was das für eine Verschlechterung bedeutet. Was unbedingt gesagt werden muss, ist, dass im Vorschlag des Ministeriums ein großer Denkfehler besteht. Nämlich die Leute, die jetzt berufstätig sind, nehmen ja heute schon die Angebote der Universität nicht voll wahr. Die würden nur rational handeln, wenn sie auf die geringere Gebühr umsteigen. Deshalb erspart sich – das ist der Zentralpunkt – die Universität durch den Vorschlag des Ministeriums nichts, sondern sie verliert nur.

weiterlesen ‘„Höhere Stipendien statt halbe Studiengebühren“’

Politische Reaktionen auf den bisher unter Verschluss gehaltenen Bericht des Wissenschaftsrats

Feuerwehr für Medizin-Unis
Parteien reagieren auf Bericht des Wissenschaftsrats – SPÖ Wissenschaftssprecher Broukal kritisiert „inakzeptable Geheimniskrämerei“

————————————————————————-

Wien – „Hier ist Feuer am Dach“, meinte SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal, und seine ÖVP-Kollegin Gertrude Brinek sprach von einem „Hut, den ich schon lange brennen sehe“: Grund für den großkoalitionären Feuerwehreinsatz am Mittwoch war der vom Standard veröffentlichte Vorabbericht des Wissenschaftsrats über „gravierende Entwicklungshemmnisse“ der Medizin- Universitäten. Darin wird zum Beispiel die missbräuchliche Verwendung von Bundes-Forschungsgeldern für Patientenbetreuung, die eigentlich Landessache ist, kritisiert.

Besonders empörte Broukal, dass die „alarmierende Hiobsbotschaft“ des Wissenschaftsrats, der laut offizieller Aufgabenbeschreibung „das zentrale Beratungsgremium des Bundesministers für Wissenschaft und Forschung, der gesetzgebenden Körperschaften und der Universitäten“ ist, seit November 2007 unter Verschluss war. Er will die „inakzeptable Geheimniskrämerei“ im Wissenschaftsausschuss besprechen.

weiterlesen ‘Politische Reaktionen auf den bisher unter Verschluss gehaltenen Bericht des Wissenschaftsrats’

Stellungnahme des Rektors (MUW) zum Bericht des Wissenschafts-Rats

MedUni Wien unterstützt politische Forderungen des Wissenschaftsrates zur
Stärkung der Position der MedUnis im „Gesamtunternehmen
Universitätskliniken“

Forschungsergebnisse und Schwerpunktbildungen der MedUni Wien trotz
schwieriger Rahmenbedingungen international exzellent.

Die Medizinische Universität Wien unterstützt nachdrücklich die Forderung
nach Stärkung der Position der Universitäten im Betrieb der
Universitätskliniken, wie dies in einem heute öffentlich gewordenen
Evaluationsbericht des Österreichischen Wissenschaftsrates über die Struktur
und Entwicklung der Medizinischen Universitäten
gefordert wird. Bei
Mitsprache und Steuerung des Betriebs der Universitätskliniken im jeweiligen
Verband mit den landeseigenen Krankenanstaltenträgern gibt es nach wie vor
Veränderungsbedarf.

„Wir brauchen mittelfristig gesehen sicher ein verstärktes Mitspracherecht
bei der strategischen Ausrichtung der Entwicklungspläne für die
Krankenversorgung an unseren Universitätsklinken, um unserem zentralen
gesetzlichen Auftrag für bestmögliche Forschungsaktivitäten noch besser
entsprechen zu können. Dafür werden wir in Zukunft noch mehr als bisher um
die politische Unterstützung aller Entscheidungs- und Verantwortungsträger
in Bund und Land werben“, so Rektor Wolfgang Schütz.

weiterlesen ‘Stellungnahme des Rektors (MUW) zum Bericht des Wissenschafts-Rats’

„Feierabendforschung“ in Medizin

Wissenschaftsrat schlägt schon vor Veröffentlichung des Endberichts Alarm: „Gravierende“ Probleme an den Medizin-Unis
Wien – Die erste Zwischenbilanz für die 2002 neu gegründeten Medizin-Unis Wien, Graz und Innsbruck ist so beunruhigend, dass der Wissenschaftsrat Alarm schlägt in einem bis jetzt geheim gehaltenen „Ersten Bericht zur Struktur und Entwicklung der Medizinischen Universitäten“ vom November 2007. Dem Standard liegt das Papier exklusiv vor.

Bei der Stärken/Schwächen-Analyse der Medizin-Unis wurden „einige Probleme identifiziert, die für alle drei Universitäten ein so gravierendes Entwicklungshemmnis darstellen, dass sich der Wissenschaftsrat verpflichtet sieht, darüber schon jetzt zu berichten.“ – Noch vor dem Endbericht. Der international besetzte Rat ist „das zentrale Beratungsgremium“ des Wissenschaftsministers, des Parlaments und der Unis.

Ein gravierender Vorwurf ist die „unzulässige Verwendung von Bundesmitteln für Krankenversorgung“. Sie resultiert aus dem „zentralen Problem“ der Med-Unis, der „zwangsläufigen Trennung der Zuständigkeiten“ – der Bund ist für universitäre Forschung und Lehre zuständig, die Länder für die Uni-Kliniken.

Der Rat kritisiert, dass durch die „Quersubventionierung“ in Richtung Patienten der „Kernaufgabe von Forschung und Lehre“ ein beträchtliches „Forschungsvolumen entzogen wird“, was einen „gravierenden Nachteil im internationalen Wettbewerb“ bedeutet. Zudem seien strategische Entscheidungen für die Unikliniken „bei weitem nicht in erforderlichem Maße an den Belangen von Forschung und Lehre orientiert“.

Verstärkt werde der Wettbewerbsnachteil der österreichischen Medizin-Unis durch die getrennte Personalverwaltung in der Krankenversorgung. Je nachdem, ob Bund oder Land Dienstgeber ist, gelten unterschiedliche Dienstrechte „mit Auswirkungen auf Bezahlung und Karrierewege“. Heißt etwa: „Sich in Lehre und Forschung zu engagieren, ist nicht primäre Motivation des beim Land angestellten Klinikpersonals.“

Lokale Kräfte statt Exzellenz

Gespräche mit Nachwuchswissenschaftern hätten auch gezeigt, dass es „kein angemessenes Zeitbudget für kompetitive Forschung gibt, da die Routinekrankenversorgung dies nicht zulässt“. Klinische Forschung „wurde bisher weitgehend als ,Feierabendforschung’ durchgeführt“.

Vernichtend auch das Urteil über die Schwerpunktbildung der Med-Unis. Es „drängt sich der Eindruck auf“, dass diese statt Exzellenz dem „bisherigen ,lokalen Kräfteverhältnis’ entsprechen, um so möglichst breite Unterstützung“ zu finden. (Lisa Nimmervoll, Gudrun Springer/DER STANDARD Printausgabe, 6. Februar 2008)

Behindertenvertrauensperson (BVP)

Neue Info für BVP.

Die Aufgabenbereiche reichen von der Mitwirkung bei der Adaptierung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Beeinträchtigungen und bei Fragen der Beschäftigung, Aus- und Weiterbildung behinderter ArbeitnehmerInnen, über Beratung und Unterstützung behinderter KollegInnen, ArbeitnehmerInnen mit schwerer Krankheit oder nach Unfall, bis zum Vertretungsauftrag zur Sicherung der Einhaltung der besonderen Regelungen für das Arbeitsverhältnis begünstigt behinderter Menschen.
Der/die UnternehmerIn ist verpflichtet, mit der Behindertenvertrauensperson zu beraten und die zur Erfüllung ihrer Aufgaben erforderlichen Auskünfte zu erteilen.

Öffentlicher Dienst

Auch im öffentlichen Dienst (Gemeinde, Land, Bund) können BVPs gewählt werden. Sie nehmen dort im Einvernehmen mit der Personalvertretung ihre Aufgaben- und Verantwortungsbereiche als VertreterInnen behinderter Menschen wahr.

Weitere Infos sind hier zu finden:

Hier können Sie eine Broschüre (pdf) zum Thema herunterladen 

Ansprechpartner an der MUW

Grippewelle, eine tragische Satire

Fast alle Raucher haben sich heute krank gemeldet. Die Resistenzstärke der Nichtraucher bringt diese dazu, heute doppelte Arbeit leisten zu können. Schlussfolgerung: Alle bisherigen Nichtraucher fangen ebenfalls zu rauchen an, um nicht im oft erwartbaren Krankheitsfall der Raucher doppelte Arbeit leisten zu müssen. Unhappy smoking.


Das MUWeblog

wird als Info-Blog vom Betriebsrat der Medizinischen Universität Wien für alle MitarbeiterInnen des wissenschaftlichen Personals betrieben.

Email-Newsletter

Ich möchte Einträge dieses Blogs per Email abonnieren.

Anti-Mobbing Netzwerk

Anti Mobbing Netzwerk

Beschlagwortung. — Alle Artikel über:

Erste Bank

Erste Bank

Blog Statistik

  • 22,681 Aufrufe

Artikelansicht per Datum

Februar 2008
M D M D F S S
« Jan   Mär »
 123
45678910
11121314151617
18192021222324
2526272829